Stadt Erfurt

03/12/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/12/2026 08:22

Landeshauptstadt Erfurt trauert um Altbischof Joachim Wanke

Landeshauptstadt Erfurt trauert um Altbischof Joachim Wanke

Pressemitteilung: 12.03.2026 13:33 Kategorie: Bürger, Religion, Oberbürgermeister

Die Landeshauptstadt Erfurt trauert um Altbischof Joachim Wanke. Wanke war viele Jahre eine feste Größe der Thüringer und Erfurter Kirchenlandschaft. In Nachfolge von Hugo Aufderbeck stand er ab 1980 den Thüringer Katholiken vor. 1994 wurde er zum ersten Bischof des 1994 wiedergegründeten Bistums ernannt. 2012 reichte er, seinerzeit als dienstältester deutscher Bischof, bei Papst Benedikt XVI. aus gesundheitlichen Gründen sein Rücktrittsgesuch ein. Am 12. März starb Joachim Wanke im Alter von 84 Jahren.

"Er hatte die Menschen in Erfurt gern - und sie ihn."

Foto: Bischof Joachim Wanke Foto: © Stadtarchiv Erfurt

"Mit den Erfurterinnen und Erfurtern - und nicht nur den katholischen Christen unter ihnen - war Joachim Wanke immer vertraut. Diese Bürgernähe zeichnete ihn aus", würdigt Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn den Altbischof. "Er war stets mehr als der Bischof des Bistums Erfurt, er waren immer auch Bürger dieser Stadt und als solcher zu erleben und von den Landeshauptstädtern geschätzt."

"Der Priester, der Vikar, der Dozent und Professor, der Bischof Joachim Wanke setzte in Erfurt und Thüringen durch seine Arbeit an und mit Menschen bleibende Akzente", erinnert Horn an das Wirken Wankes. Als Beispiel für sichtbare Spuren, die der Altbischof in der Landeshauptstadt hinterlässt, nennt Horn die Wiedergründung des Bistums Erfurt, den Neubau und erfolgreichen Betrieb des Katholischen Krankenhauses St. Nepomuk, die Integration des traditionsreichen Philosophisch-theologischen Studiums in die Universität Erfurt sowie den Besuch von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2011 in Erfurt und Thüringen.

Geprägt von seinen Begegnungen mit dem evangelischen Christentum in der Kindheit, trug die Symbiose aus Erfurt und Ökumene Wankes Handschrift und war für andere Regionen Deutschlands beispielgebend. Vorbildhaft war auch seine Nähe zur jüdischen Landesgemeinde und der jüdischen Geschichte der Landeshauptstadt. Viele kleine Gesten, aber auch die Schenkung einer Replik der Sabbat-Ampel aus dem Domschatz anlässlich der Eröffnung der Alten Synagoge sind an dieser Stelle zu nennen.

Zuzuhören, sich auf andere einzustellen und Gedanken in verständliche Worte zu fassen - sei es in Predigten, in Reden, Aufsätzen oder Interviews - waren seine Gaben.

Oberbürgermeister Andreas Horn: "Wir erinnern uns an einen toleranten und besonnenen Menschen, dessen Wirken von der Verkündigung der christlichen Botschaft aber auch von einem hohen sozialen Engagement getragen war. Er hatte die Menschen in Erfurt gern - und sie ihn."

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