Austrian Federal Chancellery

05/06/2026 | Press release | Distributed by Public on 05/06/2026 03:28

Pröll: Hackathon im Bundeskanzleramt liefert KI-Prototypen für die Verwaltung

6. Mai 2026 Pröll: Hackathon im Bundeskanzleramt liefert KI-Prototypen für die Verwaltung

48 Stunden, 25 Talente: In Kooperation mit der TU Austria brachte das Bundeskanzleramt am 4. und 5. Mai Nachwuchstalente sowie Expertinnen und Experten zusammen, um funktionsfähige KI-Prototypen für zentrale Herausforderungen der öffentlichen Verwaltung zu entwickeln.

Von der Challenge zum Prototyp

Aus mehr als 200 Bewerbungen wurden 25 Teilnehmende ausgewählt, die in interdisziplinären Teams an 5 konkreten Challenges gearbeitet haben. 3 Aufgabenstellungen kamen aus dem Bundeskanzleramt, eine aus dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport sowie eine aus der Parlamentsdirektion. Das Bundesrechenzentrum begleitete den Hackathon als technischer Partner und unterstützte dabei, die Umsetzbarkeit der Prototypen in der Verwaltungspraxis mitzudenken.

Die Challenges griffen zentrale Fragen einer modernen, zukunftsfitten Verwaltung auf: die bessere Nutzung von Daten auf data.gv.at, die automatisierte Überführung von Förderbeschreibungen und allgemeinen Regelwerken in auswertbare Strukturen, die sichere Erstellung barrierefreier Dokumente sowie eine verbesserte Berichterstattung und Auswertung von Förderprojekten.

"Wir wollen Digitalisierung mit Mehrwert schaffen. Für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung. Österreich hat exzellente Talente - genau deshalb haben wir das Kanzleramt für Studierende geöffnet und setzen auf die Innovationskraft der nächsten Generation. Der Public AI Hackathon ist die ideale Plattform, um gemeinsam an der Modernisierung der Verwaltung zu arbeiten und einen nachhaltigen Beitrag in Österreich zu leisten."
Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll"Bei diesem Hackathon haben wir die Innovationskraft der Studierenden der TU Austria genutzt, um völlig neue Möglichkeiten für Public AI-Services aufzuzeigen. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Initiative des Bundeskanzleramts die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wissenschaft zu umsetzbaren und zukunftweisenden Lösungsansätzen führt."
Horst Bischof, Rektor der TU Graz und Vorsitzender des KI-Beirats.

Die Ergebnisse im Überblick

Die beim Hackathon entwickelten Prototypen zeigen konkrete Anwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz für die Verwaltungspraxis:

Mehr Wert aus offenen Daten

Ein Team entwickelte einen Prototyp, der die Suche nach offenen Verwaltungsdaten auf data.gv.at intelligenter und nutzerfreundlicher macht. Statt nur nach einzelnen Schlagworten zu suchen, erkennt die Lösung den inhaltlichen Kontext von Suchanfragen und liefert dadurch passendere Ergebnisse. Zusätzlich können beim Hochladen von Datensätzen Beschreibungen und Schlagworte automatisiert vorgeschlagen werden. Das erleichtert die Datenbereitstellung für öffentliche Stellen und verbessert den Zugang zu staatlichen Informationen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung.

Förder-Cockpit für Integrationsdaten

Ein weiterer Prototyp unterstützt die strukturierte Auswertung von Förderinformationen. Ziel ist es, Förderbeschreibungen und Projektdaten automatisiert aufzubereiten, vergleichbar und für Berichte besser nutzbar zu machen. Damit werden Verwaltungsmitarbeitende bei Monitoring, Auswertung und Berichterstattung entlastet.

Barrierefrei von Anfang an

Ein Team beschäftigte sich mit der KI-gestützten Erstellung und Prüfung barrierefreier PDF-Dokumente. Der Prototyp soll dabei helfen, Dokumente bereits bei der Erstellung auf Barrierefreiheit zu prüfen und Verbesserungen vorzuschlagen. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um digitale Verwaltungsinformationen für alle Menschen zugänglich zu machen.

"Bundesscribe"

Für den Bund und die Parlamentsdirektion wurde ein Prototyp zur Unterstützung der Transkription von Sitzungen entwickelt. Die Lösung erkennt typische Ausbesserungspotenziale mithilfe linguistischer Regeln und KI-gestützter Klassifizierung. Dadurch können Arbeitsschritte beschleunigt und die Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen effizienter unterstützt werden.

Förderkompass für Unternehmen

Der Prototyp "Law to Code" zeigt, wie Förderprogramme in automatisch auswertbare Regeln übersetzt werden können. Auf Basis von mehr als 1.700 Förderprogrammen soll Unternehmen künftig rasch angezeigt werden können, ob sie für bestimmte Förderungen grundsätzlich in Frage kommen - und warum. Was heute oft mit erheblichem manuellem Aufwand verbunden ist, könnte damit deutlich schneller, nachvollziehbarer und nutzerfreundlicher erfolgen.

Konkreter Nutzen für Mitarbeitende sowie Bürgerinnen und Bürger

Die entwickelten Lösungen zeigen, wie künstliche Intelligenz Routineaufgaben beschleunigt, komplexe Inhalte verständlicher aufbereitet und Entscheidungsgrundlagen verbessert. Davon profitieren nicht nur Verwaltungsmitarbeitende, sondern auch Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen - etwa durch schnellere Verfahren, klare Informationen oder einen niederschwelligen Zugang zu staatlichen Leistungen.

Nächste Schritte: Weiterentwicklung und Einsatz

Den Abschluss des Hackathons bildete eine Pitch Session, bei der alle Teams ihre Prototypen vor einer hochkarätigen Jury präsentierten. Die Jury bewertete die Lösungen nach Innovationsgrad, Anschlussfähigkeit und Umsetzungspotential. Ausgewählte Prototypen werden nun weiterentwickelt und auf eine mögliche Überführung in den Echtbetrieb geprüft.

Der Hackathon ist Teil der Public AI Initiative des Bundeskanzleramts, die den gezielten und verantwortungsvollen Einsatz von künstlicher Intelligenz in der österreichischen Verwaltung vorantreibt.

Bilder vom Hackathon sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.

Austrian Federal Chancellery published this content on May 06, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on May 06, 2026 at 09:28 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]