GKV-Spitzenverband

04/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/02/2026 01:56

Mit der Primärversorgung das Gesundheitssystem digital ins 21. Jahrhundert führen

Ein modernes Gesundheitssystem muss sich am medizinischen Bedarf der Patientinnen und Patienten im 21. Jahrhundert orientieren. Das Primärversorgungssystem hat diese Möglichkeiten. Es ist ein zentrales Instrument, mit dem die Gesundheitsversorgung zum Wohle der 75 Millionen gesetzlich Versicherten modernisiert werden kann. Effizienzreserven sollen gehoben werden und ein bedarfsgerechter Zugang zur Versorgung soll gemeinsam mit der Ärzteschaft sichergestellt werden - egal ob jemand privat oder gesetzlich versichert ist. Medizinisches Fachpersonal muss stärker in die Versorgung eingebunden werden. Ein interdisziplinäres Team, das die Stärken aller Beteiligten nutzt, entlastet nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern führt auch dazu, dass Patientinnen und Patienten schneller und effizienter behandelt werden.

Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, betont: "Damit GKV-Versicherte künftig bedarfsorientiert und im akuten Fall schnell behandelt werden, wollen wir mit der digital gestützten Primärversorgung langfristig den Zugang zur Versorgung verbessern. Aktuell haben Patientinnen und Patienten - trotz steigender Beiträge - teilweise lange Wartezeiten in der ambulanten Versorgung. Mit der digital gestützten Primärversorgung können wir die Strukturen der ambulanten Versorgung für GKV-Versicherte grundlegend reformieren. Uns ist wichtig, dass unsere Versicherten im akuten Fall schneller als heute einen Arzttermin bekommen."

Primärversorgung muss die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen

Stefanie Stoff-Ahnis: "Eine erfolgreiche digital gestützte Primärversorgung verbindet folgende drei Bausteine zu einem digitalen Versorgungspfad: die elektronische Ersteinschätzung, die elektronische Überweisung und die elektronische Terminvermittlung. Damit werden unsere GKV-Versicherten dabei unterstützt, dort medizinisch versorgt zu werden, wann und wo sie es benötigen. Es ist höchste Zeit, das Gesundheitssystem in die digitale Gegenwart zu bringen."

  • Ein digitales Navigationstool schätzt die Behandlungsnotwendigkeit ein und leitet die Versicherten zielgerichtet in und durch das Gesundheitssystem.
  • Die elektronische Überweisung verbessert den Informationsfluss über den aktuellen Behandlungsstand zwischen Leistungserbringenden und minimiert Fehlerquellen.
  • Die elektronische Terminvermittlung ermöglicht - abhängig von der medizinischen Dringlichkeit - eine schnellere Terminvergabe und reduziert Wartezeiten.

Vom ersten Symptom bis zum Abschluss der Behandlung wird alles fachlich optimal koordiniert, transparent und effizient. Die ePA wird zur zentralen Plattform einer modernen Versorgung.

Ankunft in der digitalen Gegenwart

Es geht jetzt darum, das deutsche Gesundheitssystem endlich in der digitalen Gegenwart ankommen zu lassen. Die Wartezeiten für akute fachärztliche Behandlungstermine sind zu lang, digitale Weiterentwicklung kann hier sinnvolle Entlastung schaffen.

Die gesetzliche Krankenversicherung steht bereit, gemeinsam mit der Ärzteschaft und der Politik, mit Hilfe einer digital gestützten Primärversorgung die Versorgung der Menschen besser zu machen, die zunehmend knapperen Ressourcen wirtschaftlicher einzusetzen und den medizinischen Bedarf ganz nach vorne zu stellen.

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