Freistaat Bayern

06/07/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/07/2026 00:14

Gerlach: Apotheken flächendeckend stärken – Bayerns Gesundheitsministerin anlässlich des „Tages der Apotheke“ am 7. Juni

Pressemitteilung

07.06.2026

Nr. 76

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach setzt sich dafür ein, dass die Apotheken trotz der aktuellen Spardebatten im Gesundheitswesen rasch gestärkt werden. Gerlach betonte am Sonntag anlässlich des "Tages der Apotheke" am 7. Juni: "Mit der kürzlich im Bundestag beschlossenen Apothekenreform ist ein wichtiger erster Schritt getan. Jetzt kommt es darauf an, die neuen Regelungen zügig und praxistauglich umzusetzen."

Die Ministerin ergänzte: "Für ein Flächenland wie Bayern ist es besonders wichtig, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln durch Apotheken vor Ort gewährleistet bleibt. Unsere Apotheken sind ein wesentlicher Teil der staatlichen Daseinsvorsorge - in Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Sie stehen rund um die Uhr bereit und haben ihre Leistungsfähigkeit gerade auch in Krisenzeiten unter Beweis gestellt."

Gerlach unterstrich: "Der Bund muss die Rahmenbedingungen für die Vor-Ort-Apotheken zeitnah spürbar verbessern. Das betrifft neben weniger Bürokratie beispielsweise auch die Ausgestaltung des Apothekerberufs und die nun beschlossene Anpassung der Vergütung."

Die Ministerin verwies auf die großen Herausforderungen, vor denen die Apotheken stehen. Dazu zählen insbesondere der Fachkräftemangel sowie steigende Kosten für Personal und Energie. Gerlach hob hervor: "Seit Jahren schließen immer mehr Apotheken, weil sich der Betrieb wirtschaftlich nicht mehr trägt oder Personal fehlt. Auch an den Studierenden geht diese Entwicklung nicht vorbei und kann dazu führen, dass die Wahl des Pharmaziestudiums und die Berufsausübung in der Vor-Ort-Apotheke in Frage gestellt werden. Diese Entwicklung gefährdet die Versorgungssicherheit."

Mit Blick auf die Attraktivität des Berufsbildes ergänzte die Ministerin: "Die nächste Generation an Apothekerinnen und Apothekerin entscheidet heute, ob sie sich für diesen verantwortungsvollen Heilberuf begeistert. Deshalb ist neben einer modernen Ausgestaltung des Pharmaziestudiums auch eine Ausweitung der Kompetenzen von Apothekerinnen und Apothekern sinnvoll, natürlich in enger Abstimmung mit den anderen Heilberufen."

Chancen sieht Gerlach in der Digitalisierung: "KI-gestützte Systeme können Apothekerinnen und Apotheker unterstützen - etwa durch die Analyse großer Datenmengen und das Erkennen komplexer Muster. So kann die Analyse der Wechselwirkungen von Arzneimitteln mittlerweile direkt beim Patienten über die KI-gestützte Apothekensoftware erfolgen und erspart damit dem Apotheker oder der Apothekerin die aufwändigere Recherche in Fachliteratur. Klar ist aber auch: Künstliche Intelligenz darf nur ein Hilfsmittel sein. Die Verantwortung für die Abgabe von Arzneimitteln muss immer in der Hand von Apothekerinnen und Apothekern bleiben."

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat den "Tag der Apotheke" jährlich für den 7. Juni ausgerufen, um auf den Stellenwert der öffentlichen Apotheken als Instanz im Gesundheitswesen hinzuweisen und um auf die Bedeutung des Heilberufes für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung aufmerksam zu machen. Viele Apotheken nutzen den "Tag der Apotheke" für besondere Aktionen und informieren über Gesundheitsthemen.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

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