04/19/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/20/2026 02:48
Der Bundeskanzler hob am Sonntag bei der Eröffnung der Hannover Messe hervor: Deutschland habe den "Anspruch an uns selbst, ein Industrieland zu bleiben - ein erfolgreiches, wettbewerbsfähiges Industrieland in Zeiten künstlicher Intelligenz, großer Veränderungen und einer Transformation." Gerade deshalb müsse von der Messe ein Zeichen der Zuversicht ausgehen.
Deutschland als Standort für Investitionen
Deutschland sei "ein interessanter Industriestandort, ein interessanter Ort für Investitionen", macht der Kanzler mit Blick auf die Initiative "Made for Germany" deutlich, der sich mehr als hundert Unternehmen angeschlossen hätten, "mit einer Zusage von rund 800 Milliarden Euro Investitionen in Deutschland". Dies sei ein Grund für Zuversicht und ein Anlass, daran zu arbeiten, "ein wohlhabendes Land mit guten Arbeitsplätzen zu sein". Die Bundesregierung sei dafür bereits auf dem Weg zu grundlegenden Reformen.
Für das Zusammentreffen mit dem diesjährigen Partnerland Brasilien sei dies ein "Zeitpunkt, der auf der einen Seite besser nicht sein könnte, was das europäisch-südamerikanische Verhältnis betrifft". Denn von dem -Abkommen, das am 1. Mai vorläufig in Kraft treten soll, würden beide Seiten profitieren. Gleichzeitig treffe man sich "aber auch zu einer Zeit großer Herausforderungen und Veränderungen", so Merz zur Eröffnung. Die Hannover Messe sei auch eine Gelegenheit, "deutlich zu machen, dass wir zwischen Europa und Südamerika an der multilateralen Ordnung festhalten".
Lesen Sie hier die Mitschrift des Pressestatements:
Bundeskanzler Friedrich Merz:
Meine Damen und Herren, herzlich willkommen in Hannover, und herzlichen Dank für die Gastfreundschaft des Landes Niedersachsen zur Eröffnung der 79. Hannover Messe zusammen mit dem Staatspräsidenten von Brasilien.
Wir beide haben gerade die ersten Gespräche miteinander geführt. Brasilien ist das Partnerland der diesjährigen 79. Hannover Messe. Das trifft sich gut; denn in der nächsten Woche, am 1. Mai, tritt das -Abkommen endlich in Kraft. Nach über 25 Jahren intensiver Verhandlungen wird es in der nächsten Woche so weit sein. Vier Länder aus Südamerika und die Europäische Union treten dann in eine neue Phase ihrer Zusammenarbeit ein. Wir bilden damit den größten Binnenmarkt der Welt mit über 700 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Deswegen ist es ein gutes zeitliches Zusammentreffen, dass wir uns gerade in diesen Tagen hier in Hannover mit Brasilien treffen und gemeinsam die Hannover Messe, die nach wie vor die größte Industriemesse der Welt ist, eröffnen können.
Wir treffen uns zu einem Zeitpunkt, der auf der einen Seite besser nicht sein könnte, was das europäisch-südamerikanische Verhältnis betrifft. Wir treffen uns aber auch zu einer Zeit großer Herausforderungen und Veränderungen. Ich will es für die Bundesrepublik Deutschland sagen: Wir haben den Anspruch an uns selbst, ein Industrieland zu bleiben - ein erfolgreiches, wettbewerbsfähiges Industrieland in Zeiten künstlicher Intelligenz, großer Veränderungen und einer Transformation, wie sie die deutsche Wirtschaft seit Jahrzehnten nicht gesehen hat. Aber gerade deshalb müssen wir von dieser Messe aus ein Zeichen der Zuversicht geben.
Wir sind auf dem Weg zu grundlegenden Reformen. Wir haben bereits eine ganze Reihe von wichtigen Reformen verabschiedet. Wir wissen, dass wir mehr tun müssen. Die Koalition wird noch in diesem Jahr eine ganze Reihe von weiteren Entscheidungen treffen. Wir stehen kurz davor, im Kabinett eine grundlegende Reform unseres Gesundheitssystems auf den Weg zu bringen. Wir werden im Sommer eine Rentenreform auf den Weg bringen und zum 1. Januar 2027 eine Einkommensteuerreform verabschieden. Sie sehen also, es geht jetzt wirklich Schritt für Schritt weiter.
Ja, wir müssen mehr tun, als wir bisher getan haben, aber ich sehe diese Messe auch als eine Gelegenheit, nicht nur miteinander zu sprechen, sondern auch als eine Gelegenheit, diese Zuversicht für die ganze Bundesrepublik Deutschland und auch darüber hinaus zu zeigen und deutlich zu machen, dass wir zwischen Europa und Südamerika an der multilateralen Ordnung festhalten, dass wir eine regelbasierte Wirtschaftsordnung wollen und dass wir diese Zusammenarbeit auch mit möglichst wenigen am besten keinen Zöllen gestalten wollen.
Das ist das Signal, das in diesen nicht ganz einfachen Tagen und Wochen von Hannover ausgehen soll. Ich bin und bleibe aber zuversichtlich, dass wir dies gemeinsam schaffen können und auch von dieser Hannover Messe aus zeigen: Deutschland ist und bleibt ein interessanter Industriestandort, ein interessanter Ort für Investitionen. Ich werde mich auch noch mit der Initiative "Made for Germany" treffen. Mittlerweile haben sich dieser Initiative weit über hundert Unternehmen angeschlossen, mit einer Zusage von rund 800 Milliarden Euro Investitionen in Deutschland.
Wir haben also Grund zur Zuversicht, aber auch Anlass, daran zu arbeiten, dass wir es gemeinsam auf diesem Weg schaffen, ein wohlhabendes Land mit guten Arbeitsplätzen zu sein. An dieser Zukunft arbeiten wir.
In diesem Sinne freue ich mich, heute Abend die Hannover Messe 2026 zusammen mit Staatspräsident Lula eröffnen zu dürfen. Noch einmal vielen Dank an das gastgebende Land Niedersachsen dafür, dass wir das hier zusammen in Hannover heute tun dürfen!
Herzlichen Dank!