10/29/2026 | Press release | Distributed by Public on 10/29/2026 01:42
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der inklusive Fachtag "Ich bestimme. Ich begleite. Bis zuletzt!" am 28. Oktober 2026 im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen. Die Veranstaltung war mit mehr als 100 Teilnehmenden ausgebucht und machte deutlich: Der Wunsch nach Selbst bestimmung und guter Begleitung am Lebensende betrifft alle Menschen.
Zielgruppen waren Bewohnerinnen und Bewohner, Fachpersonen und Ehrenamtliche aus der Eingliederungshilfe sowie weitere interessierte Menschen mit und ohne Behinderungen. Im Mittelpunkt des Fachtages standen die Themen Selbstbestimmung, Teilhabe und eine würdige hospizlich-palliative Begleitung am Lebensende.
Prof. Dr. Sabine Schäper und Jenni Walther von der Katholischen Hochschule Nordrhein Westfalen gaben interessante Einblicke in das Projekt HospInk, welches sich nicht nur mit der Frage, wie Menschen mit Behinderungen am Lebensende gut begleitet werden, beschäftigt. Vielmehr stand auch im Mittelpunkt, welche Rolle sie selbst in der Begleitung anderer Menschen übernehmen können. Diese Perspektive wurde im anschließenden Workshop der Referentinnen gemeinsam mit den Teilnehmenden weiter vertieft.
In den Workshops ging es unter anderem um die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (GVP) und um die Frage, wie eigene Wünsche und Vorstellungen dazu festgehalten und berücksichtigt werden können.
Für Fachpersonen standen die Umsetzung der gesundheitlichen Versorgungsplanung in Ein richtungen der Eingliederungshilfe, gelingende Kommunikation sowie die Zusammenarbeit mit ambulanten Hospizdiensten und weiteren Partnerinnen und Partnern der Hospiz- und Palliativversorgung auf dem Programm.
Auch die Themen Sterben, Abschied und Begleitung wurden auf unterschiedliche Weise zu gänglich gemacht. Angebote in Leichter Sprache sowie kreative Zugänge ermöglichten ver schiedene Formen der Auseinandersetzung und des Austauschs.
"Der Fachtag machte deutlich, dass Selbstbestimmung bis zum Lebensende für alle Men schen wichtig ist", betont Annetraud Grote, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behin derungen. "Um Menschen mit Behinderungen bedarfsorientiert belgeiten zu können, braucht es Wissen, geeignete Strukturen und vor allem Menschen, die genau zuhören, um gemein sam individuelle Wünsche umzusetzen."
Gefördert wurde der Fachtag durch die Aktion Mensch, den Landkreis Emsland sowie den Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e. V. (HPVN).
Der Fachtag wurde durch den Palliativstützpunkt Nördliches Emsland und den Landesstütz punkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e. V. (LSHPN) durchgeführt. Über den Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e. V. (LSHPN):
Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e. V. ist eine zentrale Anlaufstelle zur Förderung und Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversor gung in Niedersachsen. Er unterstützt Fachkräfte, Ehrenamtliche sowie Organisationen durch Vernetzung, Qualifizierung, Öffentlichkeitsarbeit und fachliche Beratung. Ziel ist es, die Lebensqualität schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer An- und Zugehörigen zu stärken und eine umfassende Versorgung im Sinne der Hospiz- und Palliatividee sicher zustellen. Der LSHPN wird durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Ge sundheit und Gleichstellung gefördert und getragen von der Landesvertretung Niedersach sen/Bremen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP), dem Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e.V. (HPVN) und dem Betreuungsnetz schwerkranker Kin der UG(h).
Für weitere Fragen steht Ihnen Marlene Siebold, Referentin im LSHPN, als Ansprechpartnerin zur Verfügung:
Telefon: 05141 21 98 556
E-Mail: [email protected]
V.i.S.d.P. Dr. Rainer Prönneke, E-Mail:[email protected]