07/08/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/08/2026 06:10
MedienmitteilungVeröffentlicht am 8. Juli 2026
Bern, 08.07.2026 - Aggressionen und Gewalt gegen Personal und Passagiere im öffentlichen Verkehr fordern die öV-Branche zunehmend heraus. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat diverse Institutionen zu einem runden Tisch versammelt, um einen nationalen Aktionsplan für die Erhöhung der Sicherheit vorzubereiten.
In den letzten Jahren hat sich aggressives Verhalten im öffentlichen Verkehr akzentuiert. Nicht nur das Personal, sondern auch Kundinnen und Kunden sind von Vorfällen betroffen.
Mit dem Ziel, einen Überblick über die aktuelle Situation zu erhalten und Massnahmen gegen die Gewalt zu definieren, hat das BAV einen runden Tisch einberufen. Am 8. Juli hat das Treffen mit Transportunternehmen, Transportpolizei, Kantons- und Bundesbehörden sowie Sozialpartnern und weiteren Organisationen stattgefunden.
In einem ersten Schritt wurde eine Auslegeordnung erstellt und ein gemeinsames Verständnis über das weitere Vorgehen gewonnen. Nun sollen verschiedene Massnahmen konkretisiert werden, darunter eine überkantonale Koordination und Vereinheitlichung von Polizeieinsätzen und Strafverfolgung sowie Schulungen für Mitarbeitende im Bereich der Deeskalation. Das BAV erarbeitet ausserdem Anpassungen der Regelwerke für den Einsatz von Bodycams, die Zulassung von Destabilisierungsgeräten (z.B. sogenannte Taser) durch die Transportpolizei und für die Video-Echtzeitüberwachung in Fahrzeugen (Erfüllung Motion Buffat 23.4291).
Der Runde Tisch bildet seinerseits den Auftakt zur Erfüllung der vom Parlament überwiesenen Motion Marchesi (25.4013).