08/05/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/05/2026 06:34
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UNIS/SGSM/1608
5. August 2026
Indigene Völker machen mehr als 6 Prozent der Weltbevölkerung aus. Sie sind Hüter des Kulturerbes, Sachwalter lebendiger Ökosysteme und wichtige Mitgestalter unserer gemeinsamen Zukunft.
Dennoch sind ihre Rechte und ihr Wohlergehen weltweit unverhältnismäßig stark bedroht. Einige der größten Risiken beziehen sich auf die Gesundheit von Müttern und Kleinkindern, bei denen Komplikationen und Todesfälle weitaus häufiger auftreten als in der Gesamtbevölkerung.
Daher würdigen wir am heutigen Internationalen Tag der indigenen Bevölkerungen der Welt die indigenen Hebammen. Die Erkenntnisse zeigen, dass sie die gesundheitlichen Chancen von Müttern und Babys verbessern, das Vertrauen in die Gesundheitssysteme stärken und die Kontinuität der Versorgung sicherstellen. Als Hüterinnen des Wissens und Leitfiguren tragen sie auch dazu bei, die Sprachen, Werte und Praktiken zu bewahren, die indigene Kulturen über Generationen hinweg aufrechterhalten.
Die Vereinten Nationen arbeiten mit den Mitgliedstaaten und den indigenen Völkern zusammen, um rechtebasierte Ansätze für die Gesundheit zu fördern. Die Regierungen müssen die fehlenden Daten erheben, infolge derer indigene Patienten in Gesundheitssystemen oft unsichtbar bleiben, und zusätzlich in Schulungen für Hebammen und Geburtshilfe investieren. Unerlässlich ist auch, dass wir die Rechte indigener Frauen wahren, wohlbegründete Entscheidungen über ihren eigenen Körper und ihre Gesundheitsversorgung zu treffen.
Traditionelles Wissen kann neues Leben schützen. Tragen wir gemeinsam Sorge dafür, dass es den indigenen Hebammen und den Gemeinschaften, denen sie zu Diensten sind, an nichts von dem fehlt, was sie für eine gute Gesundheit benötigen.
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