03/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/26/2026 05:14
Durchsuchungen und Vermögensabschöpfung in mehreren Gewerbebetrieben
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Angelika Hipp-Clemens
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Hauptzollamt Darmstadt
Das Hauptzollamt Darmstadt - Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Standorts Wiesbaden - durchsuchte am 25. März 2026 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden zwölf Geschäfts- und Wohnräume von sechs Beschuldigten in Wiesbaden, Rüsselsheim und Frankfurt am Main.
Durchsucht wurde wegen Verdachts auf Arbeitsausbeutung, Schleuserkriminalität und wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen. Die rund 170 Einsatzkräfte nahmen sechs Personen vorläufig fest, sicherten umfangreiches Beweismaterial sowie Vermögenswerte im niedrigen sechsstelligen Bereich zur Sicherung der veruntreuten Sozialabgaben.
Die Ermittlungen richten sich gegen sechs Beschuldigte im Alter von 26 bis 63 Jahren, darunter drei Frauen und drei Männer deutscher und vietnamesischer Staatsangehörigkeit. Neben Sozialversicherungsbetrug seit dem Jahr 2021 besteht auch der Verdacht der Einschleusung von Ausländern sowie der Arbeitsausbeutung von illegal aufhältigen Personen in verschiedenen Gewerbebetrieben in Wiesbaden und Rüsselsheim.
Die Einsatzkräfte vollstreckten zwölf Durchsuchungsbeschlüsse und sicherten dabei Beweismaterial.
Zur Sicherung der hinterzogenen Sozialabgaben ergingen durch das Amtsgericht Wiesbaden Arrestbeschlüsse in das Vermögen der Beschuldigten und deren Unternehmen. Die Vermögensarreste wurden während des Einsatzes vollstreckt und Vermögenswerte im niedrigen sechsstelligen Bereich gesichert.
Daneben wurden sechs Personen, die sich mutmaßlich illegal in Deutschland aufhalten, vorläufig festgenommen. Ihnen droht die Ausweisung oder eine Haftstrafe.
Neben rund 130 Zöllnerinnen und Zöllnern der Hauptzollämter Darmstadt, Frankfurt am Main und Koblenz waren etwa 40 weitere Einsatzkräfte der Polizeidirektion Wiesbaden, der Finanzämter Wiesbaden und Groß-Gerau sowie der Ausländerbehörde Wiesbaden an den Maßnahmen beteiligt.
Die weiteren Ermittlungen dauern noch an.