01/05/2026 | Press release | Archived content
Es ist der Deutsche Wohnen ein Anliegen, Orte der Erinnerung zu bewahren und gleichzeitig Räume für Vielfalt und Toleranz zu schaffen. Die Geschichte von Kurt Hiller mahnt und inspiriert zugleich - sie steht für Mut, Haltung und Menschlichkeit.
Kurt Hiller (1885-1972) war Jurist, Schriftsteller und Pazifist - und einer der kompromisslosesten Kämpfer gegen den §175, der männliche Homosexualität kriminalisierte. Als schwuler Jude und Sozialist wurde er in der NS-Zeit verfolgt und in Konzentrationslagern interniert. Zeit seines Lebens setzte er sich für die Rechte sexueller Minderheiten ein und gilt heute als eine Schlüsselfigur der frühen Schwulenbewegung.
Die neue Gedenktafel befindet sich am Ort seines ehemaligen Elternhauses in Berlin-Mitte. Über einen QR-Code können Interessierte mehr über Hillers Leben erfahren - auch in Form von Text- und Audioinhalten auf der Webseite der Initiative: https://homoluluberlin.de/Kurt-Hiller-Geburtshaus/.
Im Rahmen des Projekts Queere Held:innen gibt Initiator Rafael Nasemann seit 2021 Stadtführungen, seit 2025 entstehen zudem Erinnerungsorte, die das Wirken queerer Persönlichkeiten im Berliner Stadtraum würdigen. Neben der Gedenktafel für Kurt Hiller entstanden bereits weitere Stationen, etwa am Magnus-Hirschfeld-Denkmal. Oder ein Denkmal in Erinnerung an Claire Waldoff vor dem Friedrichstadtpalast.
"Vielfalt gehört zu Berlin - und wir möchten sie auch in unseren Quartieren zeigen", betont Martin Fuhrmann, Regionalleiter bei Deutsche Wohnen. "Die Zusammenarbeit mit engagierten Initiativen wie Queere Held:innen ist ein wichtiger Beitrag, um Geschichte lebendig zu halten und Respekt in unserer Gesellschaft zu fördern."
Mit der Unterstützung dieser Initiative setzt die Deutsche Wohnen ein weiteres Zeichen für gelebte Vielfalt und gesellschaftliches Engagement in ihren Quartieren.
Bild: Rafael Nasemann homolulu Berlin