06/11/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/11/2026 08:35
Gemeinsam haben das Amt für Gesundheit und Prävention sowie das Umweltamt neue Karten im Themenstadtplan veröffentlicht. Herzstück ist eine Karte zur gefühlten Temperatur, die die Wärmebelastung an einem heißen Sommertag (Tageshöchsttemperatur erreicht oder übersteigt 30 Grad Celsius) realitätsnah darstellt. Neben der Lufttemperatur fließen dabei auch Luftfeuchtigkeit, Wind, Sonneneinstrahlung und der Wärmehaushalt des Menschen in die Bewertung ein.
Die Modellierungen zeigen deutlich: Besonders stark belastet sind stark versiegelte und schattenarme Bereiche wie der Altmarkt oder der Neumarkt. Bürgerinnen und Bürger können so nachvollziehen, an welchen Orten es zu höherer Wärmebelastung und Hitzestress kommt und welche Orte dagegen trotz großer Hitze immer noch angenehm sind, wie z. B. schattige Bereiche im Großen Garten.
Im Themenstadtplan sind außerdem Karten zur Lufttemperaturverteilung am Abend (23 Uhr) und am frühen Morgen (5 Uhr) zu finden. Diese Karten zeigen, wie sich die tagsüber aufgewärmte Stadt am Abend und im Laufe der Nacht abkühlt. Erstellt wurden alle Modellierungen mit dem hoch- und gebäudeauflösenden 3D-Stadtklimamodell PALM (Parallelized Large-Eddy Simulation Model) durch das Ingenieurbüro Lohmeyer GmbH.
Da Hitze zunehmend ein Problem für die Gesundheit und Lebensqualität darstellt, hat sich das Amt für Gesundheit und Prävention aufgemacht, einen Hitzeaktionsplan für Dresden zu erarbeiten. Denn: Gab es zwischen 1991 und 2020 noch knapp zehn heiße Tage im Durchschnitt, sind es in den vergangenen zehn Jahren schon 15 heiße Tage.
Der Plan umfasst rund 30 Maßnahmen in acht Handlungsfeldern. Dazu gehören Hitzewarnungen im öffentlichen Raum, Informationskampagnen, ein Sommernothilfeplan für wohnungslose Menschen, Unterstützungsangebote für Schulen und Kindertageseinrichtungen, ein Hitzeschutzkonzept für das Städtische Klinikum sowie der Ausbau kostenloser öffentlicher Trinkwasserangebote.