Freistaat Bayern

10/13/2026 | Press release | Distributed by Public on 10/13/2026 10:16

Gerlach verleiht Bayerischen Demenzpreis 2026 – Bayerns Gesundheitsministerin setzt sich für mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Demenz ein

Pressemitteilung

13.10.2026

Nr. 158

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach hat am Dienstag (13. Oktober) in München den Bayerischen Demenzpreis 2026 verliehen. Gerlach betonte aus diesem Anlass: "Es ist wichtig, das Leben von Menschen mit Demenz weiter zu verbessern. Dazu tragen die sechs ausgezeichneten Projekte in besonders innovativer Weise bei. Ich setze darauf, dass sie eine Vorbildfunktion entfalten und zur Umsetzung ähnlicher Projekte in ganz Bayern beitragen!"

Die Ministerin unterstrich: "Demenz geht uns alle an. Bereits heute leben in Bayern mehr als 270.000 Menschen mit Demenz - und die Zahl wird weiter steigen. Bis zum Jahr 2030 rechnen Experten mit voraussichtlich rund 300.000 Erkrankten, bis 2040 sogar mit 380.000. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass wir den Betroffenen ein Leben in der Mitte der Gesellschaft ermöglichen."

Gerlach fügte hinzu: "Deshalb wurde 2015 der Bayerische Demenzpreis ins Leben gerufen, mit dem wir alle zwei Jahre besonders innovative Projekte würdigen. Daneben leistet auch die Bayerische Demenzstrategie einen wichtigen Beitrag, die wir zusammen mit den Partnern des Bayerischen Demenzpaktes weiterentwickelt haben."

Den ersten Preis erhielt der Verein wohlBEDACHT e.V. für das Projekt "Nachtpflege für Menschen mit Demenz". Mit einem nächtlichen Betreuungsangebot leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag zur Entlastung pflegender Angehöriger. Zwischen 17:00 und 9:00 Uhr können bis zu zwölf Übernachtungsgäste von Pflege- und Betreuungskräften durch die Nacht begleitet werden. Abends und morgens steht zudem ein Beschäftigungsangebot zur Verfügung und ein Fahrdienst kann die Übernachtungsgäste abholen und am nächsten Morgen wieder nach Hause bringen.

Gerlach betonte: "Das Nachtpflegeangebot ist eine große Unterstützung für die häusliche Pflege und verbessert die Lebensqualität sowohl der pflegenden Angehörigen als auch der Menschen mit Demenz."

Der zweite Preis ging an die oberfränkische Gemeinde Dörfles-Esbach für das Projekt "Lebensmosaik - Miteinander im Moment". Die Ministerin erläuterte: "Die Kommune hat gemeinsam mit mehreren Ortsvereinen, der Kirchengemeinde sowie zahlreichen Ehrenamtlichen eine Vielzahl an Teilhabemöglichkeiten auf die Beine gestellt. Dazu zählen beispielweise ein Senioren-Tanzcafé, eine Rollator-Laufgruppe oder ein Handarbeitskreis. Die Angebote verbessern die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen und ermöglichen ihnen ein Leben in der Mitte der Gesellschaft."

Mit dem dritten Preis wurde das Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach für das "P-Seminar: Spiele für Menschen mit Demenz" ausgezeichnet. Gerlach erklärte: "Im Rahmen des Seminars setzen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Demenz auseinander. Sie versetzen sich in die Lebenswelt von Betroffenen und kommen mit ihnen in den Austausch. Zudem konzipieren sie eigenständig zielgruppenorientierte Spiele, die in Tagespflegeeinrichtungen erprobt werden. Das Seminar verbindet schulische Bildung mit gesellschaftlicher Verantwortung - ein wichtiger Beitrag, um einen Bewusstseinswandel in unserer Gesellschaft zu erreichen!"

Im Rahmen des Bayerischen Demenzpreises 2026 wurden drei Geldpreise in Höhe von 5.000 Euro (1. Preis), 3.000 Euro (2. Preis) und 1.000 Euro (3. Preis) verliehen. Darüber hinaus gab es drei weitere Anerkennungen für herausragende Projekte.

Anerkennungen erhielten der Pflegestützpunkt der Region Landshut für das Projekt "Ein Dings bitte: Demenzsensibler Umgang mit Kundinnen und Kunden", das Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See/NürnbergStift mit seiner Hausgemeinschaft für Menschen mit mittelschwerer und schwerer Demenz sowie das Klinikum Neumarkt mit dem Projekt "Unterstützung auf 4 Pfoten - Therapiehunde auf der Akutgeriatrie".

Weiterführende Informationen zum Demenzpreis stehen auf der Website des Bayerischen Gesundheitsministeriums zur Verfügung.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

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