07/08/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/07/2026 23:14
Meldungsdatum: 08.07.2026
Auch die Friedensstadt Osnabrück beteiligt sich am 8. Juli aktiv am weltweiten Flaggentag der "Mayors for Peace", um gemeinsam mit Hunderten von Kommunen ein Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen.
Vor genau 80 Jahren, in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges in Asien, erlebten die Menschen in den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki das unbeschreibliche Grauen eines Atombombenabwurfes. Die am 6. und 9. August 1945 durch die USA gezündeten Bomben töteten unmittelbar und aufgrund der Langzeitfolgen mehr als 250.000 Menschen. Seither warnen die Überlebenden dieser Katastrophe vor den fatalen Folgen des Einsatzes von Nuklearwaffen.
Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter betont, dass sich viele Staaten und insbesondere Europa derzeit mit neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen konfrontiert sehen, "Trotzdem brauchen wir ernsthafte nukleare Abrüstungsbemühungen. Gerade die Kommunen wären von den Folgen eines Atomschlages besonders betroffen. Das haben die verheerenden Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki gezeigt. Den Opfern und Überlebenden dieser Städte sind wir in besonderer Weise verpflichtet, uns für nukleare Abrüstung einzusetzen."
Doch gegenwärtig spielen Atomwaffen wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik. Nach Schätzungen der Expertinnen und Experten des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI verfügen die neun Atommächte noch immer über 12.187 Atomsprengköpfe. Das Institut warnt zudem vor einem neuen Wettrüsten der Atommächte.
Um diesem Trend entgegenzutreten, setzen die Mitgliedsstädte mit dem Hissen der "Mayors for Peace"-Flagge vor den Rathäusern am 8. Juli ein deutliches Zeichen. Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein. 8.579 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an. Osnabrück ist bereits seit 2004 fester Teil dieses Netzwerkes, gemeinsam mit mittlerweile 931 weiteren Städten in Deutschland.
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag stellte vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte er die völkerrechtliche Pflicht, Verhandlungen zu führen, die im Ergebnis zu nuklearer Abrüstung und wirksamer internationaler Kontrolle führen. Mit dem jährlichen Flaggentag am 8. Juli erinnern die "Mayors for Peace" an dieses wichtige Rechtsgutachten.
Pressekontakt: Silke Brickwedde | Telefonnummer 0541/ 323-2328 | E-Mail [email protected]
Zeichen setzen gegen Atomwaffen: Auch die Friedensstadt Osnabrück mit Oberbürgermeisterin Katharina Pötter beteiligt sich am 8. Juli am weltweiten Flaggentag der "Mayors for Peace".