08/05/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/05/2026 08:13
Meldungsdatum: 05.08.2026
Das Museumsquartier lädt zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion über den nationalsozialistischen Propagandafilm "Jud Süß" ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 25. August, um 18 Uhr statt und ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "Van den Yoden". Der Eintritt ist frei.
1940 entstand der Film im Auftrag der deutschen Reichsregierung unter der Regie von Veit Harlan. Der antisemitische Propagandafilm greift die historische Figur des Joseph Süß Oppenheimer (1698-1738) auf, weicht jedoch deutlich von den überlieferten Quellen ab. Diese legen nahe, dass Joseph Süß Oppenheimer nach dem Tod des Herzogs Karl Alexander von Württemberg (1684-1737) zum Sündenbock für dessen umstrittene Politik gemacht wurde und antijüdische Vorurteile maßgeblich zu seiner Verurteilung beitrugen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, inwieweit Bilder des mittelalterlichen Judenhasses in der nationalsozialistischen Propaganda aufgegriffen und weiterverbreitet wurden. Im Anschluss an die Filmvorführung besteht Gelegenheit, die historische Einordnung und Wirkung des Films gemeinsam zu diskutieren.
"Jud Süß" zählt zu den Vorbehaltsfilmen der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Diese Filme sind in Deutschland nicht für den regulären Vertrieb freigegeben und dürfen ausschließlich mit Zustimmung der Stiftung sowie unter den von ihr festgelegten Bedingungen gezeigt werden.
Museumsquartier Osnabrück
Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück
www.museumsquartier-osnabrueck.de
Öffnungszeiten: Di - Fr 11-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr
Pressekontakt: Claudia Drecksträter, 0541/323-4581 [email protected]