Stadt Oranienburg

10/23/2025 | Press release | Distributed by Public on 10/23/2025 03:00

Jetzt bewerben für den Franz-Bobzien-Preis 2026

23.10.2025

Jetzt bewerben für den Franz-Bobzien-Preis 2026

5000 Euro für Demokratie und Toleranz: Die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen haben den Franz-Bobzien-Preis 2026 ausgeschrieben. Vereine, Einzelpersonen, Schulen, Initiativen und Bildungseinrichtungen können sich jetzt bewerben.

Im April 2026 wird anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen zum neunten Mal der Franz-Bobzien-Preis vergeben. Ab sofort können wieder Bewerbungen für den Preis eingereicht werden.

Demokratie und Toleranz

Mit der Auszeichnung würdigen die Stadt Oranienburg sowie die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen Projekte in Brandenburg und Berlin, die in einem besonderen Maße zu Demokratie, Toleranz und Vielfalt beitragen. Besondere Beachtung erfahren zudem Projekte, bei denen es gelingt, die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Folgen in Deutschland mit der Gegenwart zu verknüpfen.

Das Preisgeld für das Gewinnerprojekt beträgt 5000 Euro. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten attraktive Sachpreise. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember 2025.

Wer sich bewerben kann

Bewerben können sich Vereine, Schulen, sonstige Bildungseinrichtungen, Initiativen und Einzelpersonen aus Brandenburg oder Berlin. Die Wettbewerbsteilnehmer können sich als Projektträger direkt bewerben oder vorgeschlagen werden. Die genauen Bewerbungsmodalitäten können auf https://www.oranienburg.de/bobzienpreis nachgelesen werden.

Stadt und Gedenkstätte rufen zur Bewerbung auf

"Sich in demokratischen Zeiten für andere Menschen einzusetzen, ist vergleichsweise einfach. Sich aber für andere Menschen einzusetzen, wenn demokratische Werte keine Rolle spielen, so wie Franz Bobzien es getan hat, erfordert mitunter großen Mut. Auch heute erleben wir wieder, dass das Eintreten für Demokratie und Toleranz Widerspruch, Ablehnung und im schlimmsten Fall sogar Gewalt hervorrufen kann, wie der Überfall im Juni dieses Jahres auf eine Kundgebung gegen Rechts in Bad Freienwalde beispielhaft zeigt. Umso wichtiger ist es, dass wir Menschen, die sich in Brandenburg und Berlin für freiheitliche und demokratische Werte einsetzen, unseren Respekt und unsere Anerkennung zollen. Genau das wollen wir mit dem Franz-Bobzien-Preis tun", so Bürgermeister Alexander Laesicke.

"Das Engagement für Vielfalt, Demokratie und kritisches Geschichtsbewusstsein ist heute notwendiger denn je. Zugleich richten sich zunehmend Angriffe und Hass gegen diese Werte und die Menschen, die dafür eintreten. Umso wertvoller ist das Engagement, das mit dem Franz-Bobzien-Preis gewürdigt wird. Dies kommt auch darin zum Ausdruck, dass die Stadt Oranienburg dankenswerterweise das Preisgeld auf 5000 Euro erhöht hat. Wir freuen uns auf hoffentlich zahlreiche eindrucksvolle Bewerbungen, die der Jury die Entscheidung sicherlich wieder schwer machen werden", so Prof. Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen.

Viele namhafte Partner

Der Franz-Bobzien-Preis wird von der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte Sachsenhausen getragen und von zahlreichen Partnern unterstützt. Schirmherr ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke. Zudem stehen hinter dem Preis das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Brandenburg, der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, der Berliner Ratschlag für Demokratie, der Deutsche Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB), das Tolerante Brandenburg sowie derTagesspiegelals Medienpartner.

In Andenken an Franz Bobzien

Mit der Benennung des Preises nach Franz Bobzien soll dessen mutiger Einsatz unter äußerst gefährlichen Bedingungen gewürdigt werden: Der Lehrer und Politiker Franz Bobzien war ab 1938 aufgrund seines Widerstands gegen das NS-Regime im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Hier engagierte er sich unter schwierigsten Bedingungen vor allem für jugendliche Mitgefangene. Am 28. März 1941 kam er bei Bombenräumungsarbeiten in Berlin ums Leben.

Stadt Oranienburg published this content on October 23, 2025, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on October 23, 2025 at 09:00 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]