Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken

07/16/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/16/2026 03:18

IHK-Information: 'Forschung | Innovation | Technologie' – 03 | 2026

Schaeffler hat für die Implementierung eines eigenen Industrial Metaverse den Deutschen Innovationspreis in der Kategorie "Großunternehmen" erhalten. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor.

Das digitale Ökosystem verbindet die reale Produktion mit einer virtuellen Welt und integriert KI-gestützte Simulationsmodelle sowie Softwarelösungen.

Effiziente Fertigung durch KI
Nach Angaben des Unternehmens schafft diese technologische Basis eine hoch effiziente, datengetriebene Fertigungsumgebung und gilt als Wegbereiter für den großflächigen Einsatz autonomer Produktionsressourcen wie humanoiden Robotern.

Schaeffler beschleunigt damit eigenen Angaben zufolge die Transformation hin zu einer digitalen und autonomen Fabrik.

Preis stärkt Innovationskraft
Laut der Pressemeldung vergibt die WirtschaftsWoche den Deutschen Innovationspreis jährlich in Kooperation mit Accenture, der BMW Foundation und O2 Telefónica unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die Auszeichnung richtet sich an Unternehmen, die innovative Lösungen entwickeln und damit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas auf globaler Ebene fördern.

Die Zukunft der Fabrik
Der Vorsitzende des Vorstands der Schaeffler AG, Klaus Rosenfeld, erklärte: "Wir freuen uns sehr über den Deutschen Innovationspreis in der Kategorie "Großunternehmen".

Mit dem Industrial Metaverse schaffen wir nicht nur ein digitales Abbild unserer Werke, sondern ein lernendes Ökosystem in der Fertigung, das dazu beitragen wird, unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

Mit der industriellen Nutzung von KI und der Anwendung humanoider Roboter in der Fertigung legen wir die Basis für die Fabrik der Zukunft."

Das Industrial Metaverse von Schaeffler bildet laut Mitteilung ein realistisches, dreidimensionales Abbild der Produktion und ermöglicht die Simulation physikalischer Abläufe.

Zudem integriert es die Steuerungssoftware autonomer Systeme, darunter fahrerlose Transportfahrzeuge, Humanoide und speicherprogrammierbare Anlagen.

Mithilfe von Physical AI werten die Systeme Sensorsignale aus, erkennen Zusammenhänge und leiten gezielte Handlungen ab.

Roboter trainieren ihre Bewegungsabläufe in der virtuellen Umgebung. Montageprozesse werden bereits vor dem realen Einsatz optimiert, sodass auch bisher als zu komplex oder unwirtschaftlich geltende Prozesse automatisiert werden können.

Nach Angaben des Unternehmens findet das Industrial Metaverse bereits an zehn Standorten Anwendung. Bis 2030 wolle Schaeffler das System auf 50 Prozent der weltweiten Werke ausdehnen.

Skalierung humanoider Roboter
Jochen Schröder, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG, betonte: "Das Industrial Metaverse ist für uns weit mehr als ein Mittel zur Prozessoptimierung. Es ist der zentrale Befähiger für die Skalierung humanoider Roboter, da cyberphysische Systeme durch Physical AI bereits im virtuellen Raum schnell und effizient trainiert werden können.

Indem wir das Industrial Metaverse nutzen, ebnen wir den Weg für eine flexible Hochautomatisierung und die Steigerung der Effizienz unserer weltweiten Serienproduktion."

Quelle: Fränkischer Tag, Höchstadt und Herzogenaurach

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