10/09/2026 | Press release | Distributed by Public on 10/09/2026 00:08
WIESBADEN - Im Jahr 2025 sind in Deutschland 334 100 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorben. Damit war dies trotz eines Rückgangs um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr auch 2025 die häufigste Todesursache. Gegenüber dem Jahr 2022 ging die Zahl der Verstorbenen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 6,7 % zurück und damit stärker als die Zahl der Sterbefälle insgesamt (-5,6 %). Deutliche Rückgänge gab es darunter bei Herzinfarkten (-15,2 %) und zerebrovaskulären Krankheiten, zu denen Schlaganfälle, Hirnblutungen und Hirninfarkte gehören (-6,3 %).
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Bei den Herzinfarkten und zerebrovaskulären Krankheiten kehrte sich 2022 der bisherige Trend um: Zwischen 2019 und 2022 stieg die Zahl der Herzinfarkt-Todesfälle um insgesamt 5,3 %, die Zahl der an zerebrovaskulären Krankheiten Verstorbenen erhöhte sich um 4 %.
Der Rückgang bei den Herzinfarkten seit 2022 betrifft fast gleichermaßen beide Geschlechter, mit einem Rückgang von 14,1 % bei den Männern und 16,8 % bei den Frauen. Alle Altersgruppen waren betroffen, besonders hoch war der Rückgang bei den 80- bis 85-Jährigen mit -30,6 %. Bei den zerebrovaskulären Krankheiten ist die Zahl der Todesfälle bei den Männern seit 2022 um 4,6 %, bei den Frauen sogar um 7,7 % gesunken.
Häufigste Todesursachen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Krankheiten des Atmungssystems
Insgesamt starben im Jahr 2025 in Deutschland rund 1,01 Millionen Menschen. Das waren 0,1 % weniger als im Jahr 2024. Damit sank die Zahl der Sterbefälle im dritten Jahr in Folge. Die zweithäufigste Todesursache nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen war auch 2025 Krebs (bösartige Neubildungen) mit 228 800 Verstorbenen. Danach folgten Krankheiten des Atmungssystems mit 81 200. An den drei häufigsten Todesursachen starben fast zwei Drittel (64 %) der Verstorbenen insgesamt.
Häufigste Todesursachen bei Männern und Frauen unverändert
Todesursachen der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs (bösartige Neubildungen) tauchen seit Jahren an den vordersten Positionen der Rangliste der häufigsten Todesursachen auf. Bei den TOP 3 gab es 2025 auch bei einer getrennten Betrachtung nach Geschlecht keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.
So waren die drei häufigsten Todesursachen bei den Frauen nicht näher bezeichnete Demenz mit 7,7 % (39 200), chronische ischämische Herzkrankheit mit 5,8 % (29 400) und Herzinsuffizienz mit 4,3 % (21 900). Zu den drei häufigsten Todesursachen von Männern zählen die chronische ischämische Herzkrankheit mit 7,7 % (38 700), bösartige Neubildungen der Bronchien und der Lunge mit 5,2 % (26 200) und der akute Myokardinfarkt (Herzinfarkt) mit 4,8 % (23 800).
Methodische Hinweise:
Sterbefälle werden in der Todesursachenstatistik nach der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" (ICD) ausgewiesen. Zerebrovaskuläre Krankheiten umfassen die ICD-10 Kodes I60-I69. Zum Herzinfarkt werden ICD-10 Kodes I21-I22 zusammengefasst. Todesursachen für die Berechnung der Rangfolge sind nach den dreistelligen Kodes der ICD gegliedert: C34 (Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge), F03 (Nicht näher bezeichnete Demenz), I21 (Akuter Myokardinfarkt), I25 (Chronische ischämische Herzkrankheit), I50 (Herzinsuffizienz).
Weitere Informationen:
Detaillierte Ergebnisse der endgültigen Todesursachenstatistik für das Jahr 2025 sind in unserer Datenbank GENESIS-Online unter 23211 und auf der Themenseite "Todesursachenstatistik" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.
Die Datenbank der Gesundheitsberichterstattung (GBE) des Bundes enthält darüber hinaus die Sterberaten (= Fälle pro 100.000 Einwohner) nach Todesursachen, die nach verschiedenen Merkmalen gegliedert werden können. Altersstandardisierte Sterberaten werden für weitergehende Analysen bereitgestellt.
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