09/11/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/11/2026 03:38
Berlin, 11. September 2026 - Die Video-Türklingel kontrolliert, wer ins Haus will, der Saugroboter filmt beim Saubermachen und der Lautsprecher erkennt Stimmen. Viele Smart Home Geräte sammeln und verarbeiten Daten aus einem besonders privaten Bereich, dem eigenen Zuhause. Entsprechend wichtig ist die Frage von Datenschutz und Datensicherheit. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Smart-Home-Nutzerinnen und -Nutzer vertrauen darauf, dass ihre Daten bei Smart-Home-Anwendungen grundsätzlich sicher sind. Gleichzeitig haben 83 Prozent die Sorge, dass smarte Geräte gehackt werden könnten. Ein Viertel (26 Prozent) sieht im Smart Home eine digitale Sicherheitslücke. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.159 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 597 Nutzerinnen und Nutzer von Smart-Home-Anwendungen. "Das Vertrauen in Smart-Home-Hersteller ist grundsätzlich da", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Es sollte aber niemand unbedacht neue Geräte in sein privates Netzwerk einbinden. Man sollte sich immer zuerst mit den sicherheitstechnischen Voreinstellungen befassen und sie an seinen persönlichen Schutzbedarf anpassen."
Die Sicherheitsbedenken beeinflussen auch die Wahl der Geräte: 39 Prozent der Smart-Home-Nutzerinnen und -Nutzer würden Smart-Home-Geräte mit integrierter Kamera nicht verwenden. Hersteller könnten dazu beitragen, das Vertrauen in vernetzte Geräte zu stärken, so Rohleder. "Sicherheit muss von Anfang an berücksichtigt werden - mit sicheren Voreinstellungen und verlässlichen Updates über die gesamte Nutzungsdauer." Zugleich seien auch die Nutzerinnen und Nutzer gefragt, etwa indem sie sichere Passwörter verwenden und Updates zeitnah installieren. Bislang ist das noch nicht durchgängig der Fall: 38 Prozent verwenden bei vielen ihrer Smart-Home-Geräte dasselbe Passwort, 27 Prozent installieren verfügbare Software-Updates nur selten sofort.