02/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/04/2026 11:26
Berufseinsteiger sind in vielen Unternehmen ein unverzichtbarer Bestandteil der strategischen Personalplanung - denn sie sind die Fach- und Führungskräfte von morgen. Die Randstad-ifo-HR-Befragung aus dem 4. Quartal 2025 zeigt: In der Mehrheit der Betriebe bleibt die Zahl der Stellen für Berufseinsteiger in den kommenden Jahren konstant, doch knapp jedes fünfte Unternehmen rechnet mit einem Rückgang.
Die zentralen Ergebnisse im Überblick:
Vier von zehn Unternehmen wollen Einstiegsaufgaben mit KI automatisieren
14 % der Befragten geben an, dass KI bereits klassische Aufgaben von Berufseinsteiger im Unternehmen übernimmt. Für die kommenden drei Jahre rechnen damit 40 % . Die Unterschiede nach Unternehmensgröße sind deutlich: In Großunternehmen liegt der Anteil bei 63 %, in Kleinunternehmen erst bei 30 %.
"Der Berufseinstieg ist eine Investition in die eigene Zukunftsfähigkeit. Wenn Unternehmen weniger Einstiegsstellen anbieten und gleichzeitig KI häufiger Aufgaben übernimmt, wird es umso wichtiger, dass die verbleibenden Einstiegsrollen eine klare Perspektive bieten - mit Aufgaben, die Lernen und Weiterentwicklung ermöglichen, und mit einer realistisch geplanten Einarbeitung", sagt Verena Menne, Group Director HR bei Randstad Deutschland.
Aufgabenprofile übersteigen häufig das Einstiegsniveau
Neben Personalbedarf und Automatisierung nennen 33 % der Unternehmen, die in Zukunft mit weniger Stellen für Berufseinsteiger rechnen, dass die ausgeschriebenen Jobprofile zunehmend das Einstiegsniveau übersteigen. In dieselbe Richtung weisen weitere Angaben: 25 % wollen stärker auf Berufserfahrene setzen und 15 % berichten von fehlenden Ressourcen für die Einarbeitung.
"Wenn immer mehr Aufgabenprofile über dem Einstiegsniveau liegen und gleichzeitig Kapazitäten für Einarbeitung fehlen, wird der Berufseinstieg schnell zum Nadelöhr - und Unternehmen merken die Folgen oft erst später, wenn Nachwuchs für Fach- und Führungsrollen fehlt", sagt Verena Menne. "Einarbeitung sollte deshalb als gezielte Investition in Fachkräfte betrachtet und genutzt werden, die immer schwieriger zu rekrutieren sind."