General Customs Directorate of Germany

03/11/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/12/2026 01:24

Hauptzollamt Frankfurt am Main überprüft das Baugewerbe

  • Ort und Datum : Frankfurt am Main, 11. März 2026

Bundesweite Schwerpunktprüfung

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Christine Straß

Herausgeber

Hauptzollamt Frankfurt am Main

  • StrasseHausnummerHahnstraße 68 - 70
  • PLZOrt60528 Frankfurt am Main

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls führte am 10. März 2026 bundesweit eine konzertierte, risikoorientierte Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Baubranche durch.

Regional waren 30 Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Frankfurt am Main auf Frankfurter Baustellen im Einsatz, um zu überprüfen, ob Arbeitgeber ihre Beschäftigten ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden oder wurden, ob Ausländer die für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen beziehungsweise Aufenthaltstitel haben und ob die Mindestlöhne eingehalten werden.

Die Prüfungen erfolgen durch Personenbefragungen sowie Prüfungen der Geschäftsunterlagen. Insgesamt wurden 34 Arbeitgeber überprüft und vor Ort 109 Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt.

In 43 Fällen gab es Anhaltspunkte dafür, dass der Meldepflicht zur Sozialversicherung nicht oder nicht ordnungsgemäß nachgekommen wurde. Dies bedarf einer weiteren Prüfung der Geschäftsunterlagen bei den jeweiligen Arbeitgebern. Darüber hinaus wurden noch vor Ort fünf Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Arbeitnehmer eingeleitet, da sie der Ausweismitführungspflicht nicht nachkamen. Außerdem wurden 33 Verstöße gegen die Sofortmeldepflicht festgestellt. Es ergaben sich drei Hinweise auf Leistungsmissbrauch von Arbeitnehmern und zehn Anhaltspunkte für Scheinselbstständigkeit. In 27 Fällen erhielten die Arbeitnehmer nach eigenen Angaben nicht den derzeit gültigen gesetzlichen Mindestlohn.

Darüber hinaus kam es zu einer vorläufigen Festnahme eines Arbeitnehmers, welcher zum Zeitpunkt der Prüfung mit Möbelmontagearbeiten beschäftigt war. Der Arbeitnehmer verfügte über keinen deutschen Aufenthaltstitel, welcher ihn zur Beschäftigungsaufnahme berechtigte.

Gegen den Arbeitnehmer wurde noch vor Ort ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts einer Straftat bezüglich illegalen Aufenthalts eingeleitet und er im Anschluss zur weiteren Klärung des Sachverhalts zur Dienststelle verbracht. Im Nachgang wird nun der Arbeitgeber ermittelt, um gegen diesen unter anderem wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt zu ermitteln

Prüfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Der Zoll legt bei seiner Aufgabenwahrnehmung nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz aufgrund der volkswirtschaftlichen Bedeutung einen besonderen Fokus auf das Baugewerbe. Die FKS hat im Jahr 2025 im Bauhaupt- und Baunebengewerbe inklusive der Branchen des Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer-, Maler- und Lackiererhandwerks sowie des Steinmetz- und Steinbildhauergewerbes bundesweit über 10.000 Strafverfahren und knapp 7.900 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Rund 60 Prozent der im Jahr 2025 durch die FKS festgestellten Schadenssumme sind auf die Baubranche zurückzuführen.

Alle Jahresergebnisse der FKS:

Statistikveröffentlichung

Die FKS führt regelmäßig bundesweite Schwerpunkt- und Sonderprüfungen auf Basis des risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese konzertierten Prüfungen sind ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Ahndung von Verstößen bei. Im Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk gelten branchenspezifische Mindestlöhne. In allen anderen Branchen des Baugewerbes gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde beträgt.

Zusatzinformationen

General Customs Directorate of Germany published this content on March 11, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on March 12, 2026 at 07:24 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]