06/30/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/30/2026 09:49
MedienmitteilungVeröffentlicht am 30. Juni 2026
Bern, 30.06.2026 - Bundesrätin Karin Keller-Sutter und der italienische Finanzminister Giancarlo Giorgetti haben sich am Dienstag, 30. Juni 2026, in Rom getroffen, um über die laufenden Arbeiten zu den bilateralen Steuerdossiers sowie über internationale Finanzfragen zu sprechen.
Bundesrätin Karin Keller-Sutter legte die Haltung des Bundesrates dar. Dieser bedauerte den kurz vor dem Treffen bekannt gegebenen Entscheid der Tessiner Kantonsregierung, einen Teil der aufgrund des Grenzgängerabkommens von 2020 geschuldeten Ausgleichszahlungen auszusetzen.
Angesichts der Bedeutung der bilateralen Beziehungen kamen die Bundesrätin und der Finanzminister überein, eine Sitzung mit den betroffenen Regionen (Kanton Tessin und Region Lombardei) einzuberufen. Ziel ist es, die ordnungsgemässe Leistung der Ausgleichszahlungen für das Jahr 2025 wiederherzustellen und die wichtigsten Aspekte der italienischen Regelung zum Gesundheitsabgabe weiter zu klären. Parallel dazu werden Italien und die Schweiz offene Finanzfragen zwischen der Region Lombardei und dem Kanton Graubünden diskutieren.
Im Zusammenhang mit dem Grenzgängerabkommen von 2020 überprüfen die Schweiz und Italien dessen Umsetzung regelmässig. Die Arbeiten auf technischer Ebene hierzu werden mit dem Ziel fortgesetzt, möglichst rasch Lösungen zu finden.
Während des Treffens bekräftigte die Schweiz ihre Bereitschaft, eine umfassende Revision des Doppelbesteuerungsabkommens einzuleiten. Ziel ist es, das Abkommen zu modernisieren und die Investitionen zwischen den beiden Ländern zu fördern. Vorrang hat jedoch die Wiederherstellung der ordnungsgemässen Anwendung des Grenzgängerabkommens.