UP - Petroleum Union

03/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/02/2026 02:53

Internationale Marktlage vom 2. März 2026

Wegen der Eskalation im nahen Osten ziehen die Ölpreise an diesem Montagmorgen kräftig an. Das Plus von 10 bis 15 Prozent gegenüber der letzten Woche entspricht den Erwartungen der Marktanalysten. Indes ist die Versorgungslage derzeit nicht angespannt.

In der Vergangenheit haben Konflikte wie die Tötung von Qasem Soleimani (2020), iranische Raketenangriffe auf Tel Aviv (2024) und die Bombardierung iranischer Nuklearanlagen (2025) nur geringe und kurzfristige Auswirkungen auf die Ölpreise gehabt. US-Vertreter, darunter Energieminister Chris Wright, argumentieren auch im aktuellen Fall, dass die USA durch ihre Energiepolitik und strategische Partnerschaften mit Ländern wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gut aufgestellt seien, um mögliche Störungen abzufedern.

Andere Stimmen weisen darauf hin, dass die USA die Risikobereitschaft Irans unterschätzen könnten. Sollte er die regionale Energieinfrastruktur angreifen, könnte dies schwerwiegende Folgen für den globalen Ölmarkt haben. Zudem könnte ein Zusammenbruch des iranischen Regimes zu einem Produktionsstopp führen, da Iran derzeit fast 5 Millionen Fass Öl pro Tag produziert, was etwa 5% der weltweiten Produktion entspricht. Laut Nachrichtenagenturen haben mehrere Reedereien, grosse Ölkonzerne und Handelshäuser nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran den Transport von Rohöl, Treibstoff und Flüssigerdgas durch die Strasse von Hormuz eingestellt. Satellitenbilder von Tanker-Trackern zeigten, dass sich Schiffe in der Nähe grosser Häfen wie Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten stauten und die Strasse von Hormuz nicht passierten.

Wiederum andere Beobachter argumentieren, dass der Markt heute aus mehreren Gründen besser denn je darauf vorbereitet sei, mit den Auswirkungen eines Krieges zwischen den USA und dem Iran umzugehen. Erstens befindet sich die Ölproduktion in den USA auf einem Rekordhoch und steigt weiterhin an. Zweitens hat Washington deutlich gemacht, dass es alles Notwendige unternehmen wird, um Versorgungsstörungen zu minimieren, einschliesslich der Nutzung seiner strategischen Ölreserven. Drittens haben Länder wie Saudi-Arabien eine bemerkenswerte Fähigkeit bewiesen, sich von einer Versorgungskrise zu erholen. Die Angriffe auf saudische Ölanlagen im Jahr 2019, durch die die Lieferungen des Königreichs um etwa 50% zurückgingen, dauerten nur wenige Tage und nicht, wie befürchtet, mehrere Monate. Auch andere Faktoren spielen in der strategischen Überlegung der USA eine Rolle, so die Einschätzung der Analysten: Der Markt für Öloptionen sei heutzutage wesentlich liquider, sodass Händler zu angemessenen Kosten Versicherungen abschliessen können, anstatt bei Ausbruch eines Konflikts voreilige Wetten abzuschliessen, die die Preise in die Höhe treiben. Hilfreich sei auch, dass der Verlauf des Krieges durch die Verfügbarkeit kommerzieller Satellitenfotos für die Händler durchschaubarer geworden ist.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Markt widerstandsfähig genug ist, um mit den Folgen dieses Konflikts umzugehen.

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