01/16/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/16/2026 12:01
Berlin, 19. Januar 2026- Zum Auftakt des World Economic Forum (WEF) 2026 in Davos fordert eco - Verband der Internetwirtschaft e.V. ein Bekenntnis zu mehr und offensiverer Digitalisierung in Europa. Angesichts geopolitischer Spannungen und potentieller Gefährdung industrieller und technologischer Lieferketten sei dies entscheidend für Europas Wettbewerbs- und Handlungsfähigkeit. Das WEF findet vom 19. bis 23. Januar unter dem Motto "A Spirit of Dialogue" statt. Die Teilnahme von US-Präsident Donald Trump am 21. Januar mit einer hochrangigen Delegation verleiht der Veranstaltung zusätzliche politische Bedeutung und erhöht den Handlungsdruck auf Europa.
"Die digitale Transformation ist eine wirtschafts- und sicherheitspolitische Notwendigkeit", sagt Alexander Rabe, eco Geschäftsführer. "Europa darf nicht zuschauen, wie es in Sachen digitaler Wertschöpfung im internationalen Wettbewerb immer weiter zurückfällt. Wahlfreiheit, Innovationsfähigkeit und Resilienz und nicht Abschottung - sind die zentralen Aspekte für eine wachsende europäische Wirtschaft auf Basis digitaler Technologien und datengetriebener Geschäftsmodelle."
Digitale Souveränität bedeutet aus Sicht von eco vor allem Wahlfreiheit auf Basis transparenter Märkte, offener Standards und überprüfbarer IT-Sicherheit. Entscheidend ist weniger die Herkunft digitaler Produkte, sondern deren Sicherheit, Rechtskonformität und Interoperabilität. Voraussetzung dafür sind digitale Kompetenzen, verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen und ein attraktiver Innovationsstandort.
"Ein zentraler Pfeiler für digitale Souveränität und die Wettbewerbsfähigkeit des Digitalstandorts Europa ist ein leistungsfähiges und resilientes Ökosystem digitaler Infrastrukturen, bestehend aus Rechenzentren, Cloudinfrastrukturen, Internetaustauschknoten und Gigabitnetzen. Es gilt jetzt die richtigen regulatorischen Rahmenbedingungen zur Stärkung dieses Ökosystems zu schaffen", so Rabe weiter.
Zudem fordert eco einen funktionierenden digitalen Binnenmarkt. Einheitliche Regeln, schnellere Genehmigungsverfahren und investitionsfreundliche Standortbedingungen sind zentrale Hebel, um digitale Innovationen in Europa zu halten und zu skalieren.