03/11/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/11/2026 04:41
Die belgische Beschäftigungsquote der 20- bis 64-Jährigen liegt im dritten Quartal 2025 bei 72,7 %. Die ILO-Arbeitslosenquote der 15- bis 64-Jährigen wird auf 6,5 % geschätzt. Dies geht aus den Ergebnissen des dritten Quartals 2025 der Arbeitskräfteerhebung (AKE), die von Statbel, dem belgischen Statistikamt, veröffentlicht wurden.
Im Regierungsabkommen Belgiens wurde eine Beschäftigungsquote von 80 % im 2029 festgelegt. In Flandern sind 76,5% der 20-64-Jährigen im dritten Quartal 2025 erwerbstätig. Für Wallonien verzeichnen wir eine Beschäftigungsquote von 68,6% und für Brüssel von 64,9%. Die ILO-Arbeitslosenquote wird auf 4,5 % in Flandern, 7,9 % in Wallonien und 13,1 % in Brüssel geschätzt.
Im Folgenden sind weitere Details zu den Entwicklungen nach Geschlecht, Altersgruppe, Region und Bildungsniveau zu lesen.
Im dritten Quartal 2025 wird die Beschäftigungsquote der 20- bis -64-Jährigen auf 72,7 % geschätzt, gegenüber 73,3 % im zweiten Quartal 2025. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass im dritten Quartal 2025 in Belgien schätzungsweise 4.924.000 Personen der 20- bis 64-Jährigen zur Arbeit waren. Wenn wir die Bevölkerung von 15 Jahren und älter betrachten, handelt es sich um 5.146.000 Erwerbstätige.
Die Beschäftigungsquote der Männer bleibt nahezu stabil bei 76,4%. Bei Frauen verzeichnen wir einen Rückgang: 69,0 % der Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren sind erwerbstätig (Grafik 1).
In Bezug auf das Alter stellen wir fest, dass sich der Aufwärtstrend bei den 55- bis 64-Jährigen im dritten Quartal 2025 nicht fortsetzte (Grafik 2). Die Beschäftigungsquote der 20- bis 54-Jährigen und der 55- bis 64-Jährigen beträgt im dritten Quartal 2025 75,8 % bzw. 62,1 %.
Die Beschäftigungsquote in Flandern wird im dritten Quartal 2025 auf 76,5 % geschätzt, was einen Rückgang gegenüber den Vorquartalen bedeutet (Grafik 3). In Wallonien und Brüssel bleibt die Zahl im Vergleich zum Vorquartal relativ stabil. Die Beschäftigungsquote wird in Wallonien auf 68,6 % und in Brüssel auf 64,9 % geschätzt.
Die Beschäftigungsquote der Gering-, Mittel- und Hochqualifizierten liegt bei 48,4%, 67,5% bzw. 85,4% (Grafik 4).
Die ILO-Arbeitslosenquote wird im dritten Quartal 2025 auf 6,5 % geschätzt, gegenüber 5,9 % im zweiten Quartal 2025. Dass die Arbeitslosenquote im dritten Quartal ansteigt, ist nicht ungewöhnlich, da dies der Zeitraum ist, in dem die Schulabgänger in den Arbeitsmarkt eintreten.
Da die Arbeitslosenquote vor allem bei Frauen steigt, verringert sich die Kluft zwischen den Geschlechtern. Die Arbeitslosenquote der Männer liegt bei 6,8 %, die der Frauen bei 6,1 % (Grafik 5).
In absoluten Zahlen gibt es im dritten Quartal 2025 schätzungsweise 351.000 ILO-Arbeitslose im Alter von 15 Jahren und älter: 156.000 Frauen und 195.000 Männer.
Die Jugendarbeitslosenquote (15- bis 24-Jährige), die häufig im dritten Quartal ihren Höhepunkt erreicht, wenn Absolventen aktiv nach Arbeit suchen, steigt zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2025 von 14,5 % auf 19,8 % (Grafik 6). In der Gruppe der 25- bis 49-Jährigen sind 5,6 % der Erwerbspersonen ILO-arbeitslos, gegenüber einer geschätzten Arbeitslosenquote von 5,2 % im Vorquartal. Die Arbeitslosenquote der über 50-Jährigen sinkt von 4,9 % auf 4,0 %.
Nach Regionen betrachtet, entwickelt sich die Arbeitslosenquote in Brüssel von 11,9 % auf 13,1 %, und in Flandern von 3,8 % auf 4,5 %. In Wallonien bleibt die Zahl nahezu stabil: von 7,8 % auf 7,9 %.
Die Arbeitslosenquote der Gering-, Mittel- und Hochqualifizierten liegt bei 15,5%, 6,7% bzw. 4,1% (Grafik 8).
Auf der Grundlage der Paneldaten, die der Erhebung über Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, können wir auch Verschiebungen oder Übergänge im Arbeitsmarktstatus einzelner Personen feststellen. So zeigt sich, dass Personen, die im dritten Quartal 2024 nicht erwerbstätig waren, ein Jahr später mit etwas höherer Wahrscheinlichkeit eine Beschäftigung aufgenommen haben oder aktiv auf der Suche nach einer Beschäftigung sind als vor einem Jahr. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Die angegebenen Zahlen sind Schätzungen auf der Grundlage einer Stichprobenerhebung. Sie sind auf eine effektive Stichprobe von fast 24.500 Personen (Befragten) von 15 bis 89 Jahren im dritten Quartal 2025 basiert. Es handelt sich um 11.000 Befragten in Flandern, 10.000 in Wallonien und 3.500 in Brüssel.
Die Arbeitskräfteerhebung ist eine kontinuierliche Erhebung. Dies bedeutet, dass die Stichprobe gleichmäßig über die 52 (Berichts)Wochen des Jahres verteilt ist. Die ausgewählten Befragten beantworten einen Fragebogen, der sich hauptsächlich auf ihre Tätigkeit während einer bestimmten Referenzwoche bezieht. Die an dieser Stelle verwendeten Daten stellen Quartaldurchschnittswerte dar.
Da sich der Fragebogen der AKE seit dem ersten Quartal 2021 geändert hat, ebenso wie die ILO-Definitionen zu Erwerbstätigen und Arbeitslosen, beginnen die hier vorgestellten Grafiken mit dem ersten Quartal 2021.
Wie bei allen stichprobenbasierten Ergebnissen muss man eine gewisse Unsicherheitsgrad von die geschätzten Zahlen berücksichtigen (). Diese Unsicherheit resultiert zum einen aus Stichprobenfehlern, d. h. zufälligen Schwankungen, die darauf zurückzuführen sind, dass die Ergebnisse auf einer Stichprobe basieren. Wäre eine andere Stichprobe gezogen worden, hätten die Ergebnisse leicht abweichen können. Der Grad der Unsicherheit aufgrund von Stichprobenfehlern wird in der Regel durch Vertrauensbereiche ausgedrückt. Die Vertrauensbereiche zu den Erwerbstätigkeits- und Arbeitslosigkeitszahlen befinden sich in Beilage 1 und 2.
Wir empfehlen die Trends eher über mehrere Quartale hinweg zu analysieren, mit der Begründung, dass bestimmte zufällige Schwankungen der Stichprobe auf diese Weise weniger sichtbar sind.
Neben Stichprobenfehlern sind die Ergebnisse einer Umfrage zwangsläufig auch mit Nicht-Stichprobenfehlern verbunden. Diese können verschiedene Ursachen haben, wie z. B. Interviewereffekte, Erfassungsfehler oder Verzerrungen durch Antwortausfälle. Solche Fehler sind viel schwieriger zu messen und zu quantifizieren und sollten auf der Grundlage von Qualitätsberichten und Informationen zur Erhebungsmethodik bewertet werden.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Qualitätsprobleme, die Anfang 2025 zutage traten und anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal 2024 diskutiert wurden. In den letzten Quartalen wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Qualität der Erhebung zu verbessern. Auf dieser Seite informieren wir Sie über den aktuellen Stand dieser qualitätsverbessernden Initiativen.
Obwohl diese Maßnahmen auf eine Qualitätsverbesserung abzielen, wirken sich solche operativen Eingriffe zwangsläufig auf die Feldarbeit aus und können somit auch die Ergebnisse beeinflussen. Aus diesem Grund verfolgen wir derzeit einen eher vorsichtigen Ansatz bei der Interpretation und Beschreibung der vierteljährlichen Entwicklungen.
Obwohl diese Maßnahmen auf eine Qualitätsverbesserung abzielen, wirken sich solche operativen Eingriffe zwangsläufig auf die Feldarbeit aus und können somit auch die Ergebnisse beeinflussen. Aus diesem Grund verfolgen wir derzeit einen eher vorsichtigen Ansatz bei der Interpretation und Beschreibung der vierteljährlichen Entwicklungen.
Die Erhebung ist auf europäischer Ebene harmonisiert. Die Definitionen über Beschäftigung und Arbeitslosigkeit (Siehe "Dokumentation") entstammen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO/ ILO), wodurch eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse auf internationaler Ebene gewährleistet wird.
Die Beschäftigungsquote der 15-64-Jährigen stellt den Prozentsatz der Erwerbstätigen in der Gesamtbevölkerung von 20 bis 64 Jahren dar.
Die Arbeitslosenquote der 15-64-Jährigen spiegelt den Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung (Erwerbstätigen + Arbeitslosen) von 15 bis 64 Jahren.
Als Geringqualifizierte gelten Personen, die höchstens über einen Studienabschluss der Unterstufe des Sekundarunterrichts verfügen. Mittelqualifizierte sind Personen, die ein Diplom der Oberstufe des Sekundarunterrichts, aber keinen Hochschulabschluss erworben haben. Hochqualifizierte haben einen Hochschulabschluss.
| Schätzung Q3 2025 | Vertrauensbereich | ||
| Untergrenze | Obergrenze | ||
| Belgien | 72,7% | 71,9% | 73,5% |
| Männer | 76,4% | 75,4% | 77,4% |
| Frauen | 69,0% | 67,8% | 70,1% |
| Region Brüssel-Hauptstadt | 64,9% | 62,8% | 67,0% |
| Flämische Region | 76,5% | 75,4% | 77,6% |
| Wallonische Region | 68,6% | 67,3% | 69,9% |
| 20-54 Jahre | 75,8% | 74,9% | 76,7% |
| 55-64 Jahre | 62,1% | 60,4% | 63,8% |
| Mit niedrigem Bildungsstand | 48,4% | 45,9% | 50,9% |
| Mit mittlerem Bildungsstand | 67,5% | 66,1% | 68,8% |
| Mit hohem Bildungsstand | 85,4% | 84,4% | 86,3% |
| Schätzung Q3 2025 | Vertrauensbereich | ||
| Untergrenze | Obergrenze | ||
| Belgien | 6,5% | 6,0% | 6,9% |
| Männer | 6,8% | 6,1% | 7,5% |
| Frauen | 6,1% | 5,5% | 6,7% |
| Region Brüssel-Hauptstadt | 13,1% | 11,2% | 15,0% |
| Flämische Region | 4,5% | 4,0% | 5,1% |
| Wallonische Region | 7,9% | 7,0% | 8,7% |
| 15-24 Jahre | 19,8% | 16,9% | 22,7% |
| 25-49 Jahre | 5,6% | 5,1% | 6,2% |
| 50-64 Jahre | 4,0% | 3,3% | 4,7% |
| Mit niedrigem Bildungsstand | 15,5% | 13,3% | 17,7% |
| Mit mittlerem Bildungsstand | 6,7% | 5,9% | 7,4% |
| Mit hohem Bildungsstand | 4,1% | 3,5% | 4,6% |