06/19/2026 | Press release | Archived content
Es ist wichtig, dass sich die Menschen an die Geschichte erinnern. Wir dürfen Fehler nicht wiederholen. Aber wie können wir uns richtig an die Geschichte erinnern, wenn es im Internet so viele falsche Informationen gibt? Fakten werden immer öfter verändert oder falsch dargestellt. Manchmal bezweifeln Menschen die Wahrheit sogar. Wie geht man damit um? Mit dieser Frage hat sich die Konferenz "Gedenken neu denken" im Parlament beschäftigt.
Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen hat in seinem Vortrag gesagt, dass es keine Kontrollmöglichkeiten für die Wahrheit mehr gibt. Dadurch wir die Suche nach der Wahrheit schwieriger. Er hat gesagt, dass die Menschen die Medien besser verstehen müssen. Es soll ausgewogene Regeln für soziale Medien geben und die Menschen sollen einander besser zuhören. Das gilt auch für Diskussionen in unserem demokratischen System.
Bernhard Pörksen spricht darüber, wie Falschinformation funktioniert. Er erklärt die Folgen für demokratische Debatten.
Bernhard Pörksen sagt: Der Ausdruck "postfaktisches Zeitalter" ist nicht ganz richtig. Es gibt echte Probleme. Zum Beispiel:
Es gibt aber nicht nur das Beeinflussen der Menschen. Zum Beispiel gibt es viel mehr Möglichkeiten, die Menschen zu erreichen.
Außerdem verbreiten sich Informationen sehr schnell und es gibt zu viel Macht bei wenigen Unternehmen. Inhalte werden reißerisch oder falsch dargestellt, damit sie mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Das sind große Herausforderungen. Pörksen hat aber betont, dass es in einer Demokratie trotzdem auf alle Fälle Bildung, Aufklärung und öffentliche Gespräche geben muss.
Zu dieser Konferenz haben Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner und der Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus eingeladen. Es ist um die Leugnung des Holocaust und falsche Darstellungen des Holocaust im Internet gegangen. Thema waren auch neue Möglichkeiten, wie man die Menschen an die Geschichte erinnert.
Peter Haubner hat gesagt: Erinnerung heißt nicht nur, dass man an die Opfer denkt. Erinnerung muss dabei helfen, dass man sich in der Gegenwart und in der Zukunft besser zurechtfindet.
Der Holocaust habe gezeigt, was durch Ausgrenzung und Missachtung der Würde von Menschen passieren kann. Durch die sozialen Medien können mehr Menschen teilhaben und ihre Meinung sagen. Aber es werden auch falsche Informationen verbreitet. Es gibt sogar die Leugnung des Holocaust oder eine harmlose Darstellungen des Holocaust.
Peter Haubner hat gesagt, dass Erinnerung wichtig ist. So können sich die Menschen in der Gegenwart und in der Zukunft besser zurechtfinden.
Die Journalistin und Publizistin Ingrid Brodnig und der Kommunikationsberater Jannis Johannmeier haben bei der Konferenz über Gefühle, falsche Informationen und Hass im Internet gesprochen.
Ralph Janik ist Experte für Völkerrecht. Er hat darüber gesprochen, wie die geschichtliche Verantwortung und das Völkerstrafrecht zusammengehören.
Es hat auch Arbeitsrunden gegeben. Die Themen waren
Am Ende hat Peter Haubner gesprochen. Er war beeindruckt von der Arbeit der Arbeitsrunden, die viele gute Ideen präsentiert haben. Bis zur Konferenz im nächsten Jahr will der Nationalfonds diese Ideen weiterentwickeln und umsetzen.
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