Foreign Office of the Federal Republic of Germany

09/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/25/2026 08:12

Deutschland und Kanada: Transatlantische Freundschaft, gemeinsame Sicherheit

Mit kaum einem Land außerhalb Europas ist Deutschland so eng verbunden wie mit Kanada. Beide Länder stehen für eine regelbasierte internationale Ordnung, arbeiten als enge Partner in NATO und G7 zusammen und teilen die Überzeugung, dass Sicherheit und wirtschaftliche Stärke heute mehr denn je Hand in Hand gehen müssen.

75 Jahre nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen reist Außenminister Wadephul zu einem bilateralen Besuch nach Kanada. Begleitet wird er von einer Wirtschaftsdelegation, die die Breite der Zusammenarbeit widerspiegelt: von Raumfahrt und E-Mobilität über kritische Rohstoffe bis zu erneuerbaren Energien und Wasserstoff.

Die Sicherheit Europas und Nordamerikas sind untrennbar miteinander verbunden

Kanada leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit Europas. Mehr als 2.000 kanadische Soldatinnen und Soldaten sind im Rahmen der verstärkten NATO-Präsenz in Lettland stationiert. Kanada ist zudem ein verlässlicher Partner bei der Unterstützung der Ukraine und engagiert bei der Ausbildung ukrainischer Streitkräfte.

Deutschland und Kanada wollen ihre Zusammenarbeit im Sicherheits- und Verteidigungsbereich weiter vertiefen. Dazu gehört auch eine engere Kooperation der Verteidigungsindustrien. Ein wichtiger Schritt ist das deutsch-kanadische Geheimschutzabkommen, das während der Reise unterzeichnet werden soll. Es schafft die Grundlage dafür, sensible Informationen bei gemeinsamen Vorhaben sicher auszutauschen.

Auch die geplante Beschaffung neuer U-Boote aus Deutschland durch Kanada bietet die Chance für eine langfristige industrielle und sicherheitspolitische Zusammenarbeit. Dabei geht es um mehr als einen möglichen Großauftrag für die deutsche Industrie: Die identischen U-Boot Systeme erleichtern gemeinsame Manöver innerhalb der NATO, schaffen Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks und leisten einen Beitrag zur Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses.

Dazu sagte Außenminister Wadephul am 06. Juli:

Ich freue mich, dass wir Kanada von unserem deutsch-norwegischen Angebot im Rahmen des kanadischen U-Boot-Programms überzeugen konnten. Kanada hat damit ein starkes Signal des Zusammenhalts im transatlantischen Bündnis abgegeben. Dieser Schritt bedeutet eine langfristige Stärkung und Vertiefung unserer Partnerschaft im transatlantischen Bündnis.

Von Wasserstoff bis Raumfahrt: gemeinsam in Zukunftstechnologien investieren

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise ist der Ausbau unserer wirtschaftlichen Beziehungen. Eine wichtige Grundlage dafür ist das Freihandelsabkommen CETA zwischen Kanada und der Europäischen Union. Seit seiner vorläufigen Anwendung 2017 hat der Handel deutlich zugelegt. Nun geht es darum, bestehende Handelshemmnisse weiter abzubauen und Standards stärker aufeinander abzustimmen.

Besonders großes Potenzial liegt dabei bei kritischen Rohstoffen. Eine engere Zusammenarbeit kann beiden Ländern helfen, Lieferketten breiter aufzustellen, Abhängigkeiten zu reduzieren und die Versorgung mit Rohstoffen zu sichern, die etwa für Batterien, Digitalisierung und die Energiewende benötigt werden. Große Chancen bestehen auch in der Raumfahrt, bei Stromnetzen und Elektromobilität. Die Wirtschaftsdelegation des Außenministers soll deshalb auch neue Verbindungen zwischen Unternehmen und Investoren schaffen.

Auf dem Weg zu einer Strategischen Partnerschaft

Mit dem geplanten Strategischen Partnerschaftsabkommen, das beide Regierungschefs im Juli 2026 beschlossen haben, wollen Deutschland und Kanada ihrer Zusammenarbeit einen langfristigen Rahmen geben. Aus der schon jetzt engen politischen Partnerschaft soll noch mehr konkrete Zusammenarbeit entstehen: für mehr Sicherheit, widerstandsfähige Lieferketten und wirtschaftliche Chancen auf beiden Seiten des Atlantiks.

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