06/21/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/21/2026 11:38
Viele interessierte Besucherinnen und Besucher ließen sich auch vom wechselhaften Wetter nicht abschrecken: Beim Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt herrschte großer Andrang, als Bundeskanzler Friedrich Merz am Sonntagnachmittag zum Bühnengespräch kam und nach etwas mehr als einem Jahr im Amt eine erste Bilanz seiner Regierungszeit zog.
Blick auf die internationale Lage
Im Gespräch auf der Bühne ging es um internationale Krisen, die wirtschaftliche Lage in Deutschland und die kommenden Aufgaben der Bundesregierung. Zudem beantwortete der Bundeskanzler Fragen der Besucherinnen und Besucher - von Kinderarmut und Bildung über Energiepreise bis hin zur Rolle der Kommunen und der politischen Stimmung im Land.
Merz bezeichnete das vergangene Jahr als herausfordernd - sowohl innenpolitisch als auch außenpolitisch. Besonders der Krieg gegen die Ukraine und auch die Lage im Nahen Osten beschäftige ihn weiterhin stark. Die Bundesregierung und auch er als Bundeskanzler müssten "alles tun, um einen bescheidenen, aber deutschen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Konflikte eingedämmt werden und dass sie irgendwann auch aufhören".
Sehen Sie hier das Video vom Kanzlergespräch:
Und das sagte der Kanzler …
… zur Bilanz der Bundesregierung
Kanzler Merz zeigte sich selbstkritisch mit Blick auf die bisherigen Arbeit der Bundesregierung. Manche Vorhaben seien langsamer vorangekommen als erhofft. Gleichzeitig betonte er, dass Deutschland weiterhin ein starkes Land sei und die Bundesregierung zeigen müsse, dass "wir in der politischen Mitte unseres Landes in der Lage sind, die Probleme zu lösen".
… zu den Aufgaben der kommenden Monate
Für Merz stehen vor allem Frieden, Freiheit und der Erhalt des Wohlstands im Mittelpunkt. Besonders die junge Generation müsse die gleichen Chancen erhalten, in Sicherheit und Wohlstand zu leben. Reformen seien deshalb notwendig - nicht als Selbstzweck, sondern um die Grundlagen für Frieden, Sicherheit und Wohlstand langfristig zu sichern.
… zu Reformen, Wirtschaft und Industrie
"Reformen sind kein Selbstzweck", betonte der Kanzler. Sie seien notwendig, damit vieles Bewährte erhalten bleiben könne. Besonders die Industrie stehe vor großen Veränderungen. Eine der wichtigsten Aufgaben sei es deshalb, den Industriestandort Deutschland zu sichern. Deutschland müsse ein starker Produktionsstandort bleiben und Unternehmen, Mittelstand und Handwerk dabei unterstützen, auch künftig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.