Bundesland Niedersachsen

08/14/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/14/2026 07:50

Ausbildungsstart im Oberlandesgerichtsbezirk Braunschweig

OBERLANDESGERICHT BRAUNSCHWEIG - 14. August 2026

Heute fand die Ernennung von 31 neuen Justizsekretäranwärterinnen und -anwärtern im Oberlandesgerichtsbezirk Braunschweig statt. In dem großen Saal des Amtsgerichts Braunschweig begrüßten sie unter anderem der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Dr. Christian Jäde und der Generalstaatsanwalt Detlev Rust. Angehörige und Bekannte begleiteten die neuen Kolleginnen und Kollegen des Einstellungsjahrgangs 2026 und nahmen an der Feierstunde teil.

Die künftigen Kolleginnen und Kollegen beginnen am 1. September 2026 ihre Ausbildung zur Justizfachwirtin und zum Justizfachwirt im Oberlandesgerichtsbezirk Braunschweig. Eine weitere Anwärterin soll ihre Urkunde zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Die Ausbildung wird aufgrund der hohen Anwärterzahl sowohl im Landgerichtsbezirk Göttingen als auch im Landgerichtsbezirk Braunschweig durchgeführt. Die Anwärterinnen und Anwärter werden jeweils einem Amtsgericht als Ausbildungsgericht zugeteilt. In diesem Einstellungsjahrgang findet die Ausbildung an den Amtsgerichten in Braunschweig, Duderstadt, Einbeck, Goslar, Göttingen, Hann. Münden, Helmstedt, Northeim, Salzgitter, Osterode und Wolfenbüttel statt.

Hintergrund

Was genau machen eigentlich Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte bei Gericht oder Staatsanwaltschaft?

Die Arbeitsbereiche der Justizfachwirtinnen und Justizwirte sind vielseitig und anspruchsvoll. Sie werden in allen Abteilungen der Gerichte und Staatsanwaltschaften eingesetzt und erfüllen vielfältige Aufgaben in allen Rechtsgebieten. Sie nehmen die Verfahren und Anträge entgegen und sind in vielen Rechtsgebieten die ersten Anlaufstellen für rechtssuchende Bürgerinnen und Bürger und für Verfahrensbeteiligte.

Nachfolgend führen sie die Anweisungen der Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger aus.

Sie verwalten die Akten und verantworten den Versand von Schriftstücken und Entscheidungen. In den Gerichtsverhandlungen obliegt ihnen die Protokollführung.

Sie treffen überdies in zahlreichen Angelegenheiten eigene Entscheidungen, zum Beispiel für Rechtskraftbescheinigungen und die Berechnung von Gerichtskosten.

Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte sind in allen Rechtsgebieten der Gerichtsbarkeiten tätig, so zum Beispiel in Nachlass-, Betreuungs- und Familiensachen, in Insolvenz- und Zwangsversteigerungsverfahren sowie in Zwangsvollstreckungsangelegenheiten. In Grundbuch- und Registerangelegenheiten sind sie zudem erste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Notarinnen und Notare.

Wie verläuft die Ausbildung?

Nach den aktuellen Reformplänen soll die Dauer der Ausbildung zur Justizfachwirtin und zum Justizfachwirt zwei Jahre betragen; für diesen Einstellungsjahrgang würde sie daher am 31. August 2028 enden.

Nach einer kurzen Einführungsphase ist ein Wechsel der Anwärterinnen und Anwärter an das Lehrgangsgericht vorgesehen. Dort werden ihnen die theoretischen Inhalte der Ausbildung vermittelt. In der anschließenden praktischen Ausbildungsphase lernen sie die Arbeit in den Amtsgerichten, Staatsanwaltschaften und Landgerichten ihres Bezirks kennen. Dort sollen sie unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen Praxiserfahrungen sammeln. Doch auch das kollegiale Miteinander kommt keineswegs zu kurz: in diversen Teambuildingmaßnahmen wird das Miteinander der neuen Kolleginnen und Kollegen gefördert.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Oberlandesgerichts oder unter www.stark-fuer-gerechtigkeit.de.

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