04/01/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/01/2026 06:12
Konkret soll die Marktstabilitätsreserve angepasst werden. Sie basiert auf folgendem Prinzip: Wenn zu viele Emissionszertifikate in Umlauf sind, sorgt die Reserve für eine Reduktion; bei Marktknappheit werden indes Zertifikate injiziert. Derzeit sieht das System vor, dass Zertifikate in der Reserve über einer Schwelle von 400 Millionen für ungültig erklärt werden. Dieser Ungültigkeitsmechanismus soll nun gestoppt werden, so dass die Zertifikate als Puffer zur Unterstützung der Marktstabilität beibehalten werden können. EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra sagte: "Das ist ein wichtiger erster Schritt zur Modernisierung unseres CO2-Marktes. Durch die Stärkung der Marktstabilitätsreserve stärken wir die Widerstandsfähigkeit des Emissionshandelssystems und stellen sicher, dass es die Dekarbonisierung weiter vorantreibt, die Wettbewerbsfähigkeit unterstützt und saubere Investitionen fördert." Der Vorschlag wird nun dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt und muss von diesen angenommen werden. Das EU-Emissionshandelssystem ist eine wichtige Triebkraft für die europäische Dekarbonisierung. Das System hat dazu beigetragen, dass die CO2-Emissionen in der EU zwischen 1990 und 2024 um 39 % zurückgegangen sind, während die Wirtschaftsleistung um 71 % gestiegen ist.
Vorschlag für eine Änderung des Beschlusses über die Marktstabilitätsreserve