03/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/26/2026 06:28
Nr.057-26 | 26.03.2026 | BM | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung
"Die Erhebung und Auswertung von Daten in Schulen und Kitas bietet die Grundlage für eine zielgerichtete Verbesserung der Bildungsqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Durch fundierte Datenerhebungen lassen sich die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die notwendige Förderung in den Kitas maßgeblich unterstützen. Lehrkräfte können beispielsweise durch Lernstandserhebungen den Wissensstand ihrer Schülerinnen und Schüler besser einschätzen, ihren Unterricht entwickeln und Kinder sowie Jugendliche individueller fördern. Kindertageseinrichtungen wiederum nutzen unter anderem alltagsintegrierte Beobachtungen und Sprachstandserhebungen als Grundlage für eine individuelle Förderung der Kleinsten", sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg anlässlich der Veröffentlichung des Gutachtens "Datengestützte Entwicklung und Steuerung in Schulen und frühkindlicher Bildung" der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK).
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in dem Gutachten die Rolle von Datenerhebungen für Unterrichtsentwicklung, Schulentwicklungsprozesse, Förderangebote, die Kindertagesförderung sowie den Auf- und Ausbau von Bildungspartnerschaften untersucht. "In den letzten Jahren hat Mecklenburg-Vorpommern verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Schule und Kindertagesförderung datenbasiert weiterzuentwickeln", so die Ministerin. "Mit der 'Verordnung zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung an selbstständigen Schulen' haben wir die gesetzliche Grundlage für eine datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung geschaffen. Auch das Kindertagesförderungsgesetz verpflichtet die Träger zu einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung und -sicherung."
Für eine datenbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Entwicklungen im Bereich der Kindertagesförderung stellt das Land verschiedene Instrumente bereit.
Möglichkeiten der Datenerhebung an Schulen
Derzeit prüft eine Arbeitsgruppe des Bildungsministeriums, wie eine landesweit abgestimmte Gesamtstrategie zur datengestützten Schulentwicklung strukturiert sein kann. Ziel ist es, die Lernverläufe und Lernausgangslagen der Schülerinnen und Schüler über die gesamte Schullaufbahn hinweg lückenlos zu erfassen.
Zudem setzt das Land Mecklenburg-Vorpommern folgende Empfehlungen aus dem Gutachten der SWK bereits jetzt um:
Aktuell wird mit Unterstützung der Universität Greifswald eine Auswertung des Lesebandes durchgeführt.
Auch im Bereich der Kindertagesförderung erhebt das Land Daten und lässt diese in die Qualitätsentwicklung einfließen:
Gegenüber dem Bund meldet Mecklenburg-Vorpommern seit 2024 über die GaFöG-Statistik Daten zur Betreuungssituation von Grundschulkindern der Klassenstufen eins bis vier. Diese Daten sind grundlegend für einen gezielten Ausbau der Ganztagsbetreuung.