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06/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/25/2026 03:17

5.Europäische Konferenz zu Xylella fastidiosa: Die Wissenschaft treibt den Fortschritt hin zu einem nachhaltigen Management voran Xylella fastidiosa

5.Europäische Konferenz zu Xylella fastidiosa: Die Wissenschaft treibt den Fortschritt hin zu einem nachhaltigen Management voran

Veröffentlicht:
25. Juni 2026
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Die5.Europäische Konferenz zu Xylella fastidiosa ging heute in Mola di Bari, Italien, zu Ende und bestätigte, dass die Forschung zu einem der weltweit schädlichsten Pflanzenpathogene einen neuen Reifegrad erreicht hat. Es zeichnen sich nun konkrete Ergebnisse in den Bereichen Resistenz von Olivenbäumen, biologische Bekämpfung, Vektorkontrolle und Überwachung ab, die direkt in die Politikgestaltung und das Management vor Ort einfließen können.

Die dreitägige Konferenz brachte rund 400 Forscher, politische Entscheidungsträger und Interessenvertreter aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen. Sie wurde von der EFSA in Zusammenarbeit mit dem "Horizon Europe"-Projekt BeXyl, dem Forschungsnetzwerk EUPHRESCO III, dem Mittelmeer-Agronomischen Institut von Bari (CIHEAM Bari), dem Italienischen Nationalen Forschungsrat - Institut für nachhaltigen Pflanzenschutz (CNR IPSP) und dem Regionalen Pflanzenschutzdienst der Region Apulien organisiert.

Aufbauend auf mehr als einem Jahrzehnt Forschung, seit Xylella fastidiosa subsp. pauca erstmals als Ursache des "Olive Quick Decline Syndrome" identifiziert wurde, das die alten Olivenhaine Apuliens verwüstete, zog die Konferenz Bilanz über die wissenschaftlichen Fortschritte und zeigte den Weg in die Zukunft auf.

Die Sitzungen befassten sich mit der Resistenz der Olivenbäume, Fortschritten bei der biologischen und integrierten Bekämpfung, der Biologie und dem Management der Vektoren, epidemiologischer Modellierung, Überwachung, der Pierce-Krankheit der Weinreben sowie den sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen der EpidemieVerbreitetes Auftreten einer Infektionskrankheit in einer Gemeinschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt, einschließlich der Erfahrungen der Gemeinden und Landwirte in den betroffenen Regionen.

Die erste eigene Sitzung zum Thema Resistenz von Olivenbäumen gegen Xylella fastidiosa war ein bedeutender Meilenstein für diese Ausgabe der Konferenz und spiegelte die wachsende Zahl von Ergebnissen wider, die aus den gemeinsamen Anstrengungen der von EU-Horizon, der EFSA und den Mitgliedstaaten finanzierten Forschung hervorgegangen sind, um das wissenschaftliche Verständnis voranzutreiben und praktische Lösungen zu entwickeln.

Die auf der Konferenz vorgestellten Forschungsergebnisse umfassten die genomischen und molekularen Grundlagen der Resistenz bei Olivensorten, langfristige Feldstudien zu den Reaktionen der Sorten sowie neuartige Ansätze wie GenomGesamtheit des genetischem Materials in den Zellen von Lebewesen-Editierung und Mikrobiomanalyse. Diese deuten auf eine Reihe von Instrumenten hin, die die Wiederbelebung des Olivenanbaus in den betroffenen Gebieten unterstützen könnten.

Giuseppe Stancanelli, Leiter des Teams für die Bewertung pflanzengesundheitlicher Risiken, EFSA: "Diese Konferenz hat erneut die Stärke und Bandbreite der wissenschaftlichen Gemeinschaft gezeigt, die sich mit Xylella fastidiosa befasst. Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz mit praktischen Lösungen verbessern wir unsere Fähigkeit, Ausbrüche von Xylella fastidiosa zu verhindern, zu erkennen und zu bewältigen und unterstützen gleichzeitig eine nachhaltige Landwirtschaft."

Blanca Landa, Spanisches Institut für nachhaltige Landwirtschaft (IAS CSIC), wissenschaftliche Co-Vorsitzende: "Die Vielfalt und Qualität der in Bari vorgestellten Forschungsergebnisse zeigen, wie weit die wissenschaftliche Gemeinschaft beim Verständnis von Xylella fastidiosa fortgeschritten ist. Eine fortgesetzte Zusammenarbeit über Disziplinen und Länder hinweg bleibt unerlässlich, um Wissen in wirksame Bekämpfungsstrategien umzusetzen."

Parallel zur Hauptkonferenz bewerteten Vertreter von Pflanzenschutz en aus Italien, Spanien, Frankreich und Portugal im Rahmen eines Rundtischgesprächs die mehr als zehnjährige Umsetzung der EU-Politik im Rahmen des Xylella-Regelwerks. Bei Exkursionen in von dem Bakterium betroffene Gebiete in Apulien erhielten die Teilnehmer Einblicke aus erster Hand in die laufenden Bemühungen zur Ausrottung, Eindämmung und Wiederbelebung der Olivenindustrie.

Wie geht es weiter?

In den kommenden Wochen wird die EFSA eine öffentliche Konsultation zur Latenz- und Inkubationszeit von Xylella fastidiosa starten und gleichzeitig einen Aufruf zur Einreichung von Daten zum Auftreten des Schädlings veröffentlichen, um Bewertungen der klimatischen Eignung zu unterstützen. Interessengruppen und die wissenschaftliche Gemeinschaft werden eingeladen, Beiträge einzureichen.

Bis Ende 2026 wird die EFSA eine aktualisierte Schädlingsrisikobewertung für Xylella fastidiosa in der EU veröffentlichen, die auf ihrem wissenschaftlichen Gutachten aus dem Jahr 2019 aufbaut und die neuesten Erkenntnisse der letzten Jahre berücksichtigt.

Über Xylella fastidiosa

Xylella fastidiosa ist ein pflanzenpathogenes Bakterium, das von saugenden Insekten übertragen wird und Hunderte von Pflanzenarten befallen kann. In Europa hat X. fastidiosa subsp. pauca verheerende Verluste im Olivenanbau in Apulien, Süditalien, verursacht, während andere Unterarten eine Bedrohung für Weinreben, Mandelbäume, Zierpflanzen und Waldbaumarten darstellen. Es ist gemäß den EU-Pflanzenschutzvorschriften als Quarantäneschädling mit Priorität eingestuft..

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