DLR - German Aerospace Research Establishment

11/05/2026 | Press release | Distributed by Public on 11/05/2026 05:51

Drohnen für den Bevölkerungsschutz

5. November 2026 | Drone Challenge Brunswick startet mit Auftaktsymposium

Drohnen für den Bevölkerungsschutz

Auftakt der Drone Challenge Brunswick
Mit einem Auftaktsymposium startete am 5. November 2026 die Drone Challenge Brunswick, die von Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, und Dr. Georg Schütte, Vorstand der VW-Stiftung eröffnet wurde.
Drohnen im Drohnenkäfig
Im Drohnenkäfig des DLR können neuartige oder veränderte Drohnen gefahrlos getestet werden. Bei der Drone Challenge Brunswick stellen die Teams im April 2027 ihre Ergebnisse dort vor.
Vorbereitung auf den Drohnenflug
Forschende bereiten die Drohne für einen Versuch vor. Die Aufgabe der Brunswick Drone Challenge ist es, Einsatzkräfte in einem fiktiven Szenario bei der Erkundung eines urbanen Gefahrenbereichs unterstützen.
Bild: 3/3, Credit:
  • Mit der Drone Challenge Brunswick wollen das DLR, das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung innovative Drohnentechnologien für den Bevölkerungsschutz voranbringen.
  • Beim Auftaktsymposium am 5. November 2026 in Braunschweig wurden die Aufgaben des Wettbewerbs vorgestellt.
  • In einem anspruchsvollen Einsatzszenario sollen ihre Drohnensysteme Gefahren erkennen, gesuchte Personen aufspüren und wichtige Informationen automatisch in ein digitales Lagebild für Einsatzkräfte übertragen.
  • Der Wettbewerb findet vom 27. bis 29. April 2027 statt und ist mit insgesamt 90.000 Euro Preisgeld dotiert.
  • Schwerpunkte: Luftfahrt, Drohnenforschung, Sicherheit, Nachwuchsförderung

Wie können Drohnen Einsatzkräfte in gefährlichen Situationen unterstützen und schnell ein zuverlässiges Lagebild liefern? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Drone Challenge Brunswick, ein gemeinsamer Innovationswettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung. Bei einem Auftaktsymposium am 5. November 2026 am DLR-Standort Braunschweig haben die Veranstalter die konkreten Wettbewerbsaufgaben vorgestellt. Der Wettbewerb, bei dem Studierende und Start-ups aus ganz Deutschland antreten, findet vom 27. bis 29. April 2027 statt.

Drohnen leisten bereits heute wertvolle Unterstützung bei der Suche nach vermissten Personen, der Erkundung von Gefahrengebieten und im Katastropheneinsatz. Ihr Potenzial für die zivile Sicherheit ist jedoch noch längst nicht ausgeschöpft. Unter dem Leitthema "Civil Security Systems from the Air to the Ground" entwickeln Studierende und Start-ups aus ganz Deutschland deshalb innovative Lösungen, die Drohnentechnologien in der Luft mit unterstützenden Systemen am Boden verbinden.

Zum offiziellen Auftakt begrüßten Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, und Dr. Georg Schütte, Vorstand der VolkswagenStiftung, die teilnehmenden Studierenden und Start-ups.

"Wenn Einsatzkräfte in Gefahrenlagen schnell handeln müssen, sind zuverlässige Informationen entscheidend. Drohnen und intelligente Systeme können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Mit der Drone Challenge Brunswick bringen wir die Forschungskompetenz des DLR, die innovativen Ideen des Nachwuchses und die Erfahrungen aus der Einsatzpraxis zusammen. Gemeinsam, insbesondere mit unseren Stakeholdern, wollen wir Technologien voranbringen, die Einsatzkräfte wirksam unterstützen und dazu beitragen, Menschenleben zu schützen", sagte Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR.

"Mit der Drone Challenge Brunswick erhalten Studierende und junge Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen unter realen Bedingungen weiterzuentwickeln und sich mit Wissenschaft, Wirtschaft sowie potenziellen Anwenderinnen und Anwendern zu vernetzen. Solche Formate stärken den Innovationsstandort Niedersachsen und zeigen, wie aus Forschung und Kreativität konkrete Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entstehen. Gleichzeitig fördern sie den wissenschaftlichen Nachwuchs und schaffen wichtige Impulse für den Transfer neuer Technologien in die Praxis", sagt Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur.

"Bevölkerungsschutz braucht technologische Lösungen, die nicht nur im Labor funktionieren, sondern sich unter realistischen Bedingungen bewähren. Die Drone Challenge Brunswick bringt dafür wissenschaftliche Expertise, unternehmerischen Erfindergeist und die Erfahrung aus der Einsatzpraxis zusammen. So können aus innovativen Ideen konkrete Anwendungen werden - und junge Talente erhalten die Chance, ihr Können praxisnah einzubringen und zugleich Verantwortung für eine sichere Gesellschaft zu übernehmen", sagt Dr. Georg Schütte, Vorstand der VolkswagenStiftung.

Praxisnahe Aufgaben für die zivile Sicherheit

Neben Fachvorträgen und einer Besichtigung des Drohnenkäfigs erhielten die Teilnehmenden beim Symposium die Aufgaben der Challenge. In einem fiktiven Szenario sollen Drohnensysteme Einsatzkräfte bei der Erkundung eines urbanen Gefahrenbereichs unterstützen.

Für die Aufgabe, deren Ergebnisse Ende April 2027 bei der Challenge vorgestellt werden, müssen die Teams zunächst potenziell gefährliche Objekte wie Fahrzeuge und Waffen erkennen und lokalisieren. Anschließend gilt es, eine flüchtige Person aufzuspüren und ihre Position zu bestimmen. Die gewonnenen Informationen sollen automatisiert zu einem digitalen Lagebild zusammengeführt und an die Einsatzkräfte übermittelt werden. Anhand der Positionsdaten soll zudem eine weitere, vom DLR bereitgestellte Drohne eingewiesen werden.

Die Anforderungen steigen im Verlauf des dreitägigen Wettbewerbs im April 2027: Auf eine statische Präsentation der entwickelten Systeme folgen zwei Flugtage mit den unterschiedlichen Aufgaben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einem möglichst hohen Automatisierungsgrad.

Sowohl das Symposium als auch der Wettbewerb und seine Aufgaben wurden von den DLR-Instituten für Flugführung und für Flugsystemtechnik konzipiert und ausgearbeitet. Begleitet wird die Drone Challenge Brunswick von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), darunter Polizeien von Bund und Ländern, Verbände des Deutschen Roten Kreuzes, Feuerwehren und die Seenotrettung. Sie bringen ihre Erfahrungen aus der Einsatzpraxis ein und unterstützen so die Entwicklung anwendungsorientierter Lösungen.

90.000 Euro Preisgeld für innovative Drohnenlösungen

Die Drone Challenge Brunswick bietet den Teams die Gelegenheit, ihre Entwicklungen unter praxisnahen Bedingungen zu erproben, einem Fachpublikum zu präsentieren und Kontakte zu potenziellen Partnern zu knüpfen.

Eine unabhängige Jury aus Industrie und Einsatzpraxis bewertet die Wettbewerbsbeiträge. Auf die drei bestplatzierten Teams warten Preisgelder von insgesamt 90.000 Euro.

Mit der Drone Challenge Brunswick wollen die Veranstalter innovative Technologien für den Bevölkerungsschutz fördern und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Sicherheitsorganisationen langfristig stärken.

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Jasmin Begli

Kommunikation Braunschweig, Cochstedt, Stade, Trauen
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Tel: +49 531 295-2108
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