Federal Ministry of the Interior of the Republic of Austria

01/01/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/01/2026 04:41

Bundesministerium für Inneres Silvesternacht 2025/2026: Bilanz der BundespolizeiBundesweite Lage am Neujahrsmorgen ruhig – vereinzelte Zwischenfällen – österreichweit acht[...]

Die bundesweite Lage präsentierte sich am Neujahrsmorgen ruhig, vereinzelt kam es zu Zwischenfällen sowie zu Sicherstellungen pyrotechnischer Gegenstände und Anzeigen. Im Zuge der Einsätze wurden österreichweit acht Bedienstete verletzt. "Mein herzlicher Dank gilt allen Polizistinnen und Polizisten, Rettungskräften, Feuerwehrleuten und Einsatzkräften, die für einen sicheren Jahreswechsel gesorgt haben", betonte Innenminister Gerhard Karner, der zugleich all jenen gute Besserung wünscht, die bei wenigen aber teils folgenschweren Unfällen oder Vorfällen verletzt wurden.

Sicherstellungen und Anzeigen

Die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten stellten 2.800 pyrotechnische Gegenstände sicher. Die Landespolizeidirektionen meldeten 15 strafrechtliche sowie 15 verwaltungsrechtliche Festnahmen und führten über 3.100 Identitätsfeststellungen durch.

Laut derzeitigem Stand wurden 14 Anzeigen wegen (fahrlässiger) Körperverletzung durch pyrotechnische Gegenstände erstattet. Weitere 61 Anzeigen betrafen Sachbeschädigungen, die durch den unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik verursacht worden waren. 63 Anzeigen erfolgten wegen Brandstiftung oder fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst durch pyrotechnische Gegenstände. 14 Anzeigen standen im Zusammenhang mit Unfällen durch pyrotechnische Gegenstände.

Während der Silvestereinsätze wurden 139 Organmandate und 729 Verwaltungsanzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz sowie den jeweiligen Landesgesetzen ausgestellt - 421 Personen wurden nach diesen Regelungen angezeigt.

Brandereignisse und weitere sicherheitsrelevante Vorfälle

Mehrere Brandereignisse beschäftigten die Einsatzkräfte in verschiedenen Bundesländern. Im Burgenland in Neusiedl am See kam es zu einem durch Pyrotechnik ausgelösten Flurbrand mit einer Ausdehnung von rund einem Hektar. In Kärnten brannte am Ankogel im Bezirk Spittal an der Drau eine Waldfläche ähnlicher Größe. In Oberösterreich wurden ein landwirtschaftliches Objekt im Bezirk Rohrbach und ein Mehrparteienhaus in St. Valentin (Bezirk Linz-Land) durch Pyrotechnik in Brand gesetzt, wobei drei Personen verletzt wurden. In Tirol kam es ebenfalls zu Vorfällen: In Schwaz geriet ein Mehrparteienhaus in Brand, drei Menschen wurden verletzt, zusätzlich verursachte Pyrotechnik einen Flur- und Waldbrand in Hochzirl im Bezirk Innsbruck-Land. In Graz wurde in einem Lokal ein Feuer durch Sprühkerzen ausgelöst. Zehn Personen wurden verletzt, davon neun leicht und eine mittelschwer. Rund 200 Gäste mussten aus dem Lokal evakuiert werden.

Auch Übergriffe und Unfälle beschäftigten die Polizei: In Niederösterreich kam es in Wiener Neustadt zu einem schweren Raub, bei dem vier Jugendliche unter Vorhalt eines Messers Pyrotechnik erbeuteten. In Salzburg wurden zwei Exekutivbedienstete bei einem Einsatz nach einem Raufhandel leicht verletzt, zudem wurde eine Schreckschusswaffe sichergestellt. In Wien ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem ein Minderjähriger durch Pyrotechnik der Kategorien F3/F4 schwere Handverletzungen erlitt, die zum Verlust der Hand führten.

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